Göttervater Zeus

Exquisite Muschelgemme als Brosche, Italien um 1860 mit späterer Fassung

Gemmen des 19. Jahrhunderts sind eine Klasse für sich. Während in den Jahrhunderten zuvor Gemmen in Kabinetten verwahrt wurden und nur von wenigen, privilegierten Personen bewundert werden konnten, wurden sie nun gemacht, um getragen zu werden. Als transportable Skulpturen waren sie für alle sichtbar und zeugten von Geschmack und Bildung ihrer Trägerinnen. Die hier vorliegende, exquisite Muschelgemme zeigt das Profilbildnis des Zeus, des mächtigsten aller Götter des Olymp. Sein Antlitz ist klassisch schön, mit griechischem Profil, und voll männlichem Charme. Reich wallt das leoninische Haar um sein Haupt; fein und detailliert dargestellt sind seine Locken und der Kranz aus Eichenlaub. Der vermutlich neapolitanische Gemmenschneider der 1860er Jahre orientierte sich bei der Darstellung des Göttervaters ganz offensichtlich an einem antiken Vorbild, wie sie sich in den berühmten Antikensammlungen der Stadt in großer Zahl fanden. Die schlichte Fassung der Muschelgemme, welche sie als Brosche tragbar werden lässt, ist aus hellem Silber geschmiedet und wurde erst im 20. Jahrhundert zu der antiken Kamee ergänzt. Ein wunderschönes Schmuckstück in sehr guter Erhaltung, welches einen Ehrenplatz in jeder Sammlung genießen sollte!

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte Anspruch beinahe aller großen Sammlungen: Wir finden spektakuläre Stücke ebenso im Grünen Gewölbe in Dresden, in der Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu den großen privaten Sammlungen wie der des Baron Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, welche die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen. So waren sie nicht zuletzt auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich an den Geschichten, die die Muschelschalen erzählen konnten zu erfreuen. Die Kunst des Gemmenschneidens hat bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige professionelle Ausbildungsstätte für Gemmenschneider, wobei sich jedoch leider die mythologische Themenwelt als Sujet beinahe ganz verloren hat.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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