Von Bienen lernen

Exquisites Honeycomb-Armband aus Roségold & Diamanten, 1940er Jahre

In den 1930er Jahren wandelte sich der Geschmack von den oft ätherischen, leichten, durchbrochenen Schmuckformen der 1920er Jahre hin zu raumgreifenderen Entwürfen aus Gelb- oder Rotgold. Nicht mehr das filigrane, delikate funkeln weißer Diamanten entsprach nun der Mode, sondern kraftvolle, spiegelnde Flächen aus Metall waren mit einem Male das „must have“. Am Beispiel des Armbandes lässt sich diese Wandlung gut nachvollziehen. In den 1920er Jahren bestand das typische Armband aus Platin, reich besetzt mit Diamanten in einem ununterbrochenen Verlauf, der die Schließe dezent versteckte. In den 1930er Jahren hingegen gelangte dann dieses vermeintlich nur dem Nutzen geschuldete Elemente in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Unvergesslich etwa das Jarretière Armband Marlene Dietrichs, das in Form einer einzigen großen Schließe entworfen ist. Das Pariser Juwelenhaus Van Cleef & Arpels entwickelte in den 1930er Jahren noch ein weiteres Motiv, das zahlreiche Goldschmiede nachhaltig beeinflussen sollte: Das Ludo-Armband, genannt nach seinem Erfinder Louis „Ludovic“ Arpels. Im englischen Sprachraum ist es auch als Honeycomb Bracelet bekannt, da sich das Band des Schmuckstückes aus bienenwabenförmigen Sechsecken, sog. Hexagonen, zusammensetzt. So entsteht eine kompakt wirkende, aber beweglich konstruierte Flächkeit, die genau den Geschmack der Epoche traf. Das hier vorliegende Armband, das wir in der Schweiz entdeckt haben, ist in genau dieser Weise entworfen. Das verspielte, von Hand gearbeitete Schmuckstück aus hochkarätigem Roségold legt sich wie ein Gürtel um den Arm. Die Schnalle mit Platinauflagen funkelt im Licht kleiner Diamanten. Durch die tatsächlich funktionierende Schließe kann das Armband in verschiedenen Längen getragen werden. Nicht nur in der Vergangenheit wurden Schmuckstücke in Gürtelform als Ausdruck der Freundschaft und Unterpfand der Liebe getragen. Der Gürtel symbolisiert dabei stets die unauflösliche Einheit und Verbundenheit von zwei Personen. Die außergewöhnlich edlen Materialien unseres Armbandes, seine exquisite Verarbeitung und Symbolik machen den Gürtel zu einem wunderbaren Liebesgeschenk für eine besonderer Person, mit dem auf anrührende Weise gesagt werden kann: „Wir gehören zusammen!“ Vgl. zum Ludo-Armband David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 383, S. 392f.

„Es ist oftmals schwierig für einen Herrn, einer Dame etwas zu schenken – denken wir nur an einen Ring! Man möchte doch überraschen, kann deshalb nicht vorher nach der Größe fragen! Vielleicht ist dies ein wichtiger Grund für die Tatsache, dass gerade solche entzückenden Armbänder und Halsketten besonders viel von Herren bestellt werden. Hier gibt es solche Schwierigkeiten ja nicht und die Freude über ein Armband ist sicher um nichts geringer!“ (Aus einem Pforzheimer Schmuck-Katalog der 1930er Jahre)

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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