Pulsierender Rhythmus

Extravaganter Bombé-Ring mit Rubellit in granuliertem Gold, 1950er Jahre

Wie ein prachtvoller Panzer wölbt sich dieser Ring aus sattem Gelbgold über den Finger. In seiner Mitte präsentiert er einen besonders schönen Rubellit, eine Varietät des Turmalins. Der qualitätvolle Edelstein im Cabochonschliff hat eine intensive Farbe, die an reife Himbeeren erinnert. Feinste Goldkugeln bilden zarte Streifen-Ornamente auf seiner breiten Rahmung. Die Formensprache des Ringes ist kraftvoll. Die Grundform allein ist bereits voluminös und präsent. Es ist ein sog. Bombé-Ring, wie er sich seit den 1940er Jahren in ganz Europa größter Beliebtheit erfreute. Das hier vorliegende Stück belebt die schimmernde Metallfläche durch ein schönes Spiel der Kontraste. Licht und Schatten, mattierte Fläche und funkelnde Granulationen sind dynamisch gegeneinander gesetzt. Die glatten Partien und die granulierten Ornamente sind in einem pulsierenden Stakkato gegeneinander gesetzt in einem Rhythmus, den man unwillkürlich befühlen, erleben, erfahren will. Der erstklassig erhaltene Ring ist ein ebenso hochwertiges wie stilsicheres Schmuckstück, das die Blicke auf sich zieht.

Der hier vorliegende Ringzeigt eine uralte Goldschmiedetechnik, die heute nur noch sehr selten zur Anwendung kommt. Denn da sie so unendlich schwer zu meistern ist, wagen sich die meisten Goldschmiede unserer Zeit nicht daran, Schmuckstücke wie dieses herzustellen. Die Rede ist von der Granulation. Bei dieser im Ursprung antiken Goldschmiedetechnik werden kleinste Gold- oder Silberkügelchen auf ein Edelmetall so aufgelötet, dass sie nur an ihren jeweiligen winzigen Berührungspunkten miteinander verbunden sind. Die Schwierigkeit bei dieser Technik ist die genaue Abpassung des Schmelzpunktes, denn werden die Granulationskugeln nur ein winziges bisschen zu heiß, zerläuft die Arbeit sofort in Wohlgefallen. Gelingt die Arbeit jedoch, erzeugen Licht und Schatten auf granulierten Flächen eine plastische Wirkung, welche den Reiz von Granulationsarbeiten ausmacht. Johann Michael Wilm in München war um 1920 einer der ersten Goldschmiede, der Granulationen im 20. Jahrhundert fertigte, die den Vergleich mit den antiken Vorbildern standhielten. Elisabeth Treskow begann nur wenig später, um 1930, in Essen mit der Fertigung von Granulationen auf ebenso hohem gestalterischen Niveau. Die Privatsammlung Treskows ist heute im Museum für angewandte Kunst in Köln zu bewundern und auch die staatliche Antikensammlung in München stellt eine Vielzahl von Schmuckstücken mit Granulationen aus.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.