Roma Aeterna

Exzellente Demi-Parure mit Mikromosaiken gefasst in Gold, Rom & Belgien, 1840er Jahre

Roma Aeterna - Ewiges Rom! Die Stadt am Tiber ist seit Jahrtausenden Brennpunkt der Geschichte. Päpste, Kaiser und Cäsaren sie alle haben ihre Spuren hinterlassen und Rom eine unvergleichlichen Fülle historischer Monumente hinterlassen. Schön früh hat die Stadt daher die Reisenden angezogen, zuerst die Pilger und später auch Kunstinteressierte, die auf der sogenannten Grand Tour Italien bereisten. Obligatorisch war es bei diesen, erst nur den Wohlhabenden vorbehaltenen Reisen, römischen Schmuck als Erinnerungsstücke zu erwerben. Diese sollten den Daheimgebliebenen die Schönheiten des Südens zeigen und gleichzeitig den Bildungsstand ihrer Träger verdeutlichen. Besonders beliebt waren Mikromosaike, die den heutigen Betrachtern immer wieder in Erstaunen versetzten. Mit welcher Mühe wurden einst winzigste Steine so kunstvoll zusammengesetzt, dass ganze Landschaften und Stadtansichten entstanden! Mikromosaike aus Rom gehörten das ganze 19. Jahrhundert hindurch zu den beliebtesten Mitbringseln aus Rom und fanden im Gepäck von Reisenden ihren Weg über die Alpen. Um ein solches frühes Reiseandenken handelt es sich auch bei der hier vorliegenden, exzellenten Demi-Parure. Das Set besteht aus Brosche und passenden Ohrringen und präsentiert insgesamt drei feine Mikromosaiken mit Ansichten der Ewigen Stadt. So zeigt die Brosche den Blick auf den Petersdom und den von Berninis Kolonnaden umschlossenen Petersplatz. Scheinbar unwandelbar und für die Ewigkeit errichtet, gibt es doch einen Hinweis darauf, wann die Darstellung entstanden ist. Denn um den zentralen Obelisken herum wurde im Jahre 1855 eine Gasbeleuchtung installiert, auf die man als technische Leistung besonders Stolz war und auf die keines der späteren Mosaike des Ortes verzichtet. Da sie hier noch nicht zu sehen ist muss das Mosaik früher entstandenen sein. Die beiden großen Ohrringe präsentieren jeweils zwei weitere Mikromosaike. Auf einem sehen wir eine Ansicht des Forum Romanums, während das andere das Kolosseum zeigt. Alle Mosaiken der Demi-Parure sind in lapislazuliblaues Glas gesetzt. Alle Mosaike werden von blütenartigen Fassungen aus hochkarätigem Gold gehalten. Die aufwändig durchbrochenen Fassungen zieren zudem feine Gravuren. Laut Stempelung sind die Fassungen in Belgien entstanden. Häufig wurden Mikromosaike ungefasst erworben und erst in der Heimat der Reisenden zu tragbaren Schmuckstücken vervollständigt. Mosaike und Fassungen sind somit in den Jahren um 1840 entstanden. So ist diese wunderbar erhaltene Demi-Parure ein für Sammler von Grand Tour Memorabilia eine wunderbare Möglichkeit, sich in die Ewige Stadt zu Träumen – eine Stadt, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Der Ursprung der Kunst des Mikromosaiks liegt im Rom. Hier, genauer im Vatikan, bestand seit dem 16. Jahrhundert eine Werkstatt für Mosaike aus Glassteinen. Zunächst um die im Petersdom aufgestellten Altargemälde in dauerhafter Form gegen Kerzenruß, Feuchtigkeit und Dreck zu schützen, welche die vielen Pilger in die Kirche brachten. Später, nachdem diese Aufgabe dann abgeschlossen war, entstanden weiterhin Gemäldekopien sowie Landschaftsdarstellungen in Gemäldegröße. Die Idee, diese letztlich antike Technik auch für Schmuckstücke und zur Dekoration kunstgewerblicher Gegenstände zu nutzen, entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der Grand Tour erreichten zahllose Reisende aus Nordeuropa die Stadt und erzeugten eine große Nachfrage nach Souvenirs. Nicht zuletzt um diesen Markt zu bedienen, entstand eine ganz neue Kunstform: Mikromosaike sind klein und transportabel und eigneten sich daher ganz besonders dazu, mit in die Heimat im Norden genommen zu werden. Da sie außerdem meist die Schönheiten Roms oder Motive aus der Antike zeigen, verwundert ihr Erfolg als Reiseerinnerung kaum. Die „Erfindung“ des Mikromosaiks verbindet sich vor allem mit Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti, welche um das Jahr 1775 herum diese Technik perfektionierten. Sie begründeten eine Tradition, aus der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mosaike mit einem derartigen Detailreichtum und Kunstfertigkeit entstanden, welche nie zuvor und auch nicht mehr danach erreicht wurde. Denn bis heute werden in Rom entsprechende Mosaike hergestellt, wenn auch in deutlich minderer Qualität.

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