Die Göttin der Liebe

Exzeptionelle Lagenstein-Gemme der Venus in Gold & Diamanten, um 1875

Die Sagenwelt der antiken Griechen und Römer war den Zeitgenossen noch im späten 19. Jahrhundert ganz allgegenwärtig. Wie durch die Sprachen der Blumen und der Edelsteine, so ließen sich auch durch die mythologischen Figuren auf beziehungsreiche Weise Wünsche, Gefühle und Wesenszüge der Schenkenden und Empfänger ausdrücken – von jedem gebildeten Bürger zu lesen, doch gerade noch so sehr in Allegorie gehüllt, dass dem strikten Regelkorsett und Moralempfinden der Zeit genüge getan werden konnte. Die vorliegende Brosche mag einst ein Liebesgeschenk gewesen sein, denn sie zeigt Venus, die Göttin der Liebe. In reich detailliertem Schnitt zeigt die Gemme die jugendliche Göttin, wie sie von einer Muschel getragen den Wellen entsteigt. Ein zartes antikisches Gewand hüllt sich um ihre Figur, die sich weiß vor dem roten Grund abhebt. Zu ihren Füßen tummeln sich Delphine, die kunstvoll in eine höhere Lage des Steines geschnitten sind und sich in rostroter Farbe zeigen. Die Wahl des roten Lagensteins ist ungewöhnlich, ja selten, doch durchaus erklärlich: Galt doch die Farbe schon im 19. Jahrhundert als jene der leidenschaftlichen Liebe. Die rote Rose, der rote Rubin werden etwa in zeitgenössischen Quellen als Liebessymbole bezeichnet. Die in meisterhaftem Detail geschnittene Gemme wird bekrönt von einer goldenen, perlbesetzten Schleife, zu deren Seiten diamantbesetzte Silber-Girlanden entlang der Fassung ranken. Nach unten schließt ein Halbkranz aus natürlichen Perlen mit Email-Akzenten den Entwurf ab. Die Verwendung der Perle mag ebenfalls einer symbolischen Überlegung entsprungen sein: Unter den vielen Assoziationen, welche dieses besondere Naturmaterial von jeher auf sich zog, war auch jene mit der Liebesgöttin selbst, wurden doch beide aus der Muschel geboren. Diese motivisch und materiell aufgeladene Bedeutung erfüllt die als Brosche tragbare Gemme auch inhaltlich: Denn rückseitig trägt sie einen goldgefassten Glasrahmen, hinter den ein Bild, eine Haarlocke oder ein Briefchen einer geliebten Person eingefügt werden kann. Schauseitig ist dieses Medaillon-Fach nicht sichtbar, und so bleibt es mitsamt seinem Inhalt das Geheimnis seiner Trägerin. Das Schmuckstück ist ein seltenes und besonders schönes Beispiel für eine solche Lagenstein-Gemme und hat sich in musealer Qualität bis heute hervorragend erhalten. Zu einer ähnlich montierten Gemmen-Parure der 1870er Jahre vgl. David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S.143.

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Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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