Loderndes Feuer

Faszinierende große Granat-Brosche des Rokoko in Gold, um 1780

Heute assoziieren wir mit Granatschmuck hauptsächlich die typischen Sterne und Blüten des Historismus, dunkel glühend aufgefasst mit zahllosen tiefroten Granatrosen. Doch bereits im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert war der Granat einer der beliebtesten Schmucksteine - hier jedoch nicht als Rose, sondern im Tafelschliff. Die Goldschmiede der Jahre von etwa 1760 bis 1820 liebten Granate mit flacher Tafel und setzten sie in rückseitig geschlossene Fassungen vor rot eingefärbte Metallfolien, um so ihre reiche Farbe noch einmal zu verstärken. Man liebte intensive Farben zu dieser Zeit und der Granat entsprach dieser Mode. Blüten und geometrische Ornamente entstanden so und wurden zu großen Schmuckstücken verarbeitet, die allerdings hauptsächlich am Tage getragen wurden. Zum Abend hin wechselte man dann zu Diamantschmuck. Ein solches Granatschmuckstück liegt auch hier vor. Die um 1780 entstandene Brosche besteht aus drei Teilen. Zuerst sehen wir oben die Querspange mit der rückseitigen Broschierung. Hier sind Granate im Rosenschliff zu einer an Blüten und Blätter erinnernden Komposition in Gold gefasst. Darunter folgt pendelnd ein breiteres Mittelteil, das nun mit flachen Granaten im Tafelschliff ausgefasst ist. Drei besonders große Granate sind hier als weitere Pendel angesetzt. Durch die Staffelung in mehrere untereinandergesetzte Teile bekommt die Brosche eine schöne Bewegung. So funkeln die dunkelroten, leicht violetten Granate ganz wunderbar im Licht: Wenn wir uns in einen Salon des späten 18. Jahrhunderts versetzen, ein Boudoir der Zeit Marie Antoinettes, dann ist schnell klar, wieso Schmuck wie dieser so beliebt und begehrt war. Zur Geschichte des Granatschmucks im 18. Jahrhundert vgl. Ginny Redington Dawas/Olivia Collings: Georgian Jewelry 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 40-41.

Seit Jahrhunderten schon werden Granate, diese verführerisch rotglühende Steine aus Böhmen, zu Schmuck ganz unterschiedlicher Art verarbeitet. Große, kostbare Granate etwa schmücken die farbenfrohen Colliers des Barock und des Rokoko. Jene Form des Granatschmucks, die wir heute am häufigsten mit diesem Stein verbinden – Sterne und Blüten, die aus unzähligen, dicht an dicht gesetzten Granaten bestehen – entwickelte sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Granat in seinen zahlreichen Varietäten war einer der beliebtesten Schmucksteine des 18. Jahrhunderts. Man liebte die intensive Farbigkeit dieser Steine, die so ganz zur Mode des Rokoko passte. Heute assoziieren wir mit Granatschmuck hauptsächlich die typischen Sterne und Blüten des Historismus, dunkel glühend aufgefasst mit zahllosen tiefroten Granatrosen. Tatsächlich aber leuchtet der Granat je nach Fundstätte auch in einem hellem Rot-Orange, in einem eleganten Violett oder gar in einem schönen Grün!

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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