Festlich rote Blüte

Feine, antike Brosche aus böhmischen Granaten, um 1890

Granate aus Böhmen zählen zu den Klassikern unter den Schmuckstücken. Als sog. „Karfunkelsteine“ wurden ihnen schon im Mittelalter magische Kräfte zugesprochen und sie tauchen in der Literatur dieser Zeit als „Böhmische Feuerdrachen“ auf, was ihre mystische Aufladung noch einmal untermauert. Nachdem Granate über Jahrhunderte in böhmischem Minen geschürft wurden, gerieten sie in den Jahren um 1800 völlig außer Mode. Das änderte sich schlagartig, als Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi) im Jahr 1854 auf ihrer Hochzeitsreise das Kronland Böhmen besuchte und einige der Schätze der böhmischen Bergwerke geschenkt bekam. Aus diesen Granaten ließ sich die Kaiserin eine ganze Parüre, also ein umfangreiches Schmuckset herstellen und präsentierte sich im Glanz der Granate auf einem Hofball der Wiener Gesellschaft. Schon am nächsten Tag soll - so will es die Erzählung - ein wahrer Ansturm auf Schmuckstücke mit den Feuerdrachen ausgebrochen sein. Alle Damen Wiens wollten böhmischen Granatschmuck besitzen. Diese Begeisterung für den dunkelroten Stein breitete sich daraufhin wie ein Lauffeuer über ganz Europa aus und das bis dahin arme Böhme erlebte eine große Blütezeit durch die starke Nachfrage an Granaten. Zahlreiche Schmuckstücke in unzähligen Formen entstanden, Sterne, Blüten, sogar Kornähren oder Schmetterlinge schmuckten daraufhin die Kleider der Damen mit dunkelrotem Funkeln. Die hier vorliegende Brosche zeigts ich als anmutige Blüte und präsentiert feine Granate in unterschiedlichen Schlifformen. Sowohl Zargenfassungen als auch Krappenfassungen sind eingesetzt, um die tiefroten Granate in vergoldetes Tombak zu fassen. So entstand ein ausgesprochen festliches Schmuckstück, das hier in Berlin zu uns fand!

Der Granat, ist als dunkler, blutroter und geheimnisvoller Stein seit jeher Objekt der Begierde von Frauen jeder Altersgruppe. Granatschmuck passt zu beinahe jeder Gelegenheit und wird deshalb nicht nur abends oder zu festlichen Anlässen getragen. Am meisten verwendet sind die dunkelroten Pyrop-Granate. Im Mittelalter zählte man sie zu den bevorzugten Karfunkelsteinen und noch heute sieht man viel antiken Schmuck, der mit roten Granaten ausgefasst ist. Diese stammen meistens aus den Fundstellen in Böhmen. Da der Granat als Edelstein relativ unempfindlich ist, kann einmal erworbener Granatschmuck Begleiter für ein ganzes Leben sein.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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