Bringe mich an sichern Port...

Feine Muschelkamee: „Die Nacht“ nach Thorvaldsen, Klassizismus um 1825

„Komm, o Tod, du Schlafes Bruder, Komm und führe mich nur fort. Löse meines Schiffleins Ruder, Bringe mich an sichern Port.“ So heißt es in einem berühmten Choral von Johann Sebastian Bach. Die vorliegende Muschelgemme zeigt die Personifikationen des mythischen Brüderpaares – Schlaf und Tod – zusammen mit ihrer Mutter Nox, der Göttin der Nacht. Minutiös folgt die fein geschnittene Darstellungen dem berühmten Vorbild des dänischen Bildhauers Berthel Thorvaldsen. Dieser schuf im Jahr 1815 ein Marmorelief der geflügelten Nacht mit ihren beiden Söhnen - dem Schlaf und dem Tod. Es befindet sich heute zusammen mit dem Gegenstück, das die Personifikation des Tages zeigt, im Thorvaldsenmuseum in Kopenhagen. Wir zeigen als letztes Bild eine historische Fotografie des Reliefs. Thorvaldsens Bildfindung wurde sehr schnell berühmt und fand vor allem durch die Druckgrafk, aber auch durch Stuck- Gips- oder Porzellanausführung weite Verbreitung. Wenige Jahre nach dem Original wurde diese Gemme vermutlich in Italien nach einer druckgraphischen Vorlage geschnitten. Eine Fassung aus Goldfiligran, sog. Cannetille, bildet Blatt- und Schneckenwerk aus und lässt die Gemme als Brosche tragbar werden. Die Goldschmiedetechnik der Fassung lässt und das Schmuckstück gleichsam auch datieren. Schmuckstücke mit Cannetille waren besonders in der Dekade von 1820 bis 1830 populär. Cannetille ist dem Filigran verwandt und besteht üblicherweise aus fein gehämmerten Blechen und zarten Golddrähten. Die verwendeten Formen bestehen hauptsächlich aus Ranken, Spiralen und bienenkorbartigen Elementen, die wie zarte Spitze wirken und häufig mit feinen Granulaten verziert sind. Der Aufstieg des Cannetille fällt in die Zeit der Goldknappheit am Anfang des 19. Jahrhundert, als große Schmuckstücke in Mode waren das Gold aber teuer. Cannetille-Schmuck wirkt beeindruckend, verwendet aber nur wenig von dem kostbaren Edelmetall. Vgl. mit zahlreichen Beispielen Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 113–116 und David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 82, S. 85, usw.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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