Frieden auf Erden

Funkelnde St. Esprit-Brosche mit Diamantrosen, um 1840

Funkelnd und hell, geleitet von den Strahlen der Sonne, gleitet die Taube in Richtung Erde. In ihrem Schnabel hält sie einen Ölzweig. Er ist, wie ihr Gefieder, über und über mit Diamanten besetzt. Ein besonders großer Diamant im Rosenschliff besetzt den Körper des Tieres, das so aus nichts als Licht zu bestehen scheint. Die hier vorliegende Brosche aus Diamanten, Silber und Gold zeigt die Taube des Heiligen Geistes. Broschen dieser Art werden „St. Esprit“-Broschen genannt, denn in Frankreich entstand dieser Typ zum ersten Mal im Laufe des 18. Jahrhunderts. Meist aus Silber mit Glassteinen gefertigt, waren sie ein typischer Schmuck der Landbevölkerung, die so ihre Liebe zu Gott mit der Lust, sich zu schmücken wunderbar verbinden konnte. Im späteren 18. und im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden entsprechende Broschen dann auch aus kostbareren Materialien. Denn längst wurden sie nicht mehr nur von der Bevölkerung der ländlichen Gebiete getragen, sondern sie wurden auch in den Städten der Bürger und den Salons des Adels zu beliebten Kleinodien. Die hier vorliegende Brosche ist zur Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Die detaillierte Gestaltung entspricht der Liebe zum Realismus im Schmuck jener Jahre. Besonders schön ist, dass auch die Rückseite der Brosche mit Gravuren verziert ist, die hier die Federn des Tieres nachbilden. Zu uns hat die Taube in Stuttgart gefunden. Sie hat uns in einem Etui des Berliner Hofjuweliers Hugo Schaper der Jahre um 1910 erreicht. Zu dieser Zeit hat die Brosche auch einmal eine neue Broschierung erhalten. Möglicherweise hat sie also vor langer Zeit schon einmal hier in Berlin Rast gemacht. Vgl. zu den St. Esprit-Broschen des 18. Jahrhunderts Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 150f.

Diamanten im Rosenschliff, auch „Rose couronée“ - „gekrönte Rosen“ genannt, finden sich bereits bei Schmuckstücken des 16. Jahrhunderts; zahlreiche berühmte Diamanten wie der Orloff und der Großmogul sind in diesem Rosenschliff gestaltet. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite des Diamanten sternförmig facettiert ist und die Unterseite flach geschliffen wurde. So entsteht ein ganz spezifischer, sanfter Schimmer, der sich sehr vom manchmal grellen Leuchten der heutigen Brillanten unterscheidet.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.