Formenspiel

Geometrischer Art Déco Ring aus Gold & Platin mit Smaragd & Naturperlen, um 1925

Der vorliegende Ring aus hochkarätigem Gold und Platin ist in den Jahren um 1920 in Deutschland entstanden. Er zeigt sich mit angenehm flachen Ringkopf und einem kostbaren Besatz: Ein grüner Smaragd und zwei fein schimmerne Orientperlen sind darauf vereint. Es ist ein Spiel mit geometrischen Formen, wird doch der viereckig geschliffene grüne Edelstein von zwei kreisrunden Perlen begleitet. Die Perlen und der Smaragd dieses Ringes sind bedeutungsvoll gewählt: Der Smaragd gehört seit je her zu den beliebtesten aller kostbaren Edelsteine. In der Sprache der Juwelen kommt dem kostbaren Edelstein nicht zuletzt auch eine symbolische Bedeutung hinzu. So steht seit dem Mittelalter der Smaragd wegen seiner frischen Farbe für eine beginnende, junge, hoffnungsvoll „erblühende“ Liebe. Die Perlen sind seit der klassischen Antike die „Edelsteine“ der Liebesgöttin Venus, die die Perlen selbst von einer Muschel geboren wurde. So spricht der schöne Ring die zurückhaltende Sprache einer hoffnungsvollen Liebe und eignet sich daher perfekt als als Geschenk für die Dame des Herzens.

Der Name des Smaragds stammt vermutlich aus dem lateinischen „Smaragdus“, die wiederum diese Bezeichnung aus dem griechischen „Smaragdos“ übernommen haben. Der Smaragd wurde bereits um 1300 vor Christus erstmalig in Ägypten abgebaut, sodass die Händler aus dem Reich der Pharaonen für lange Zeit den Smaragdhandel im Mittelmeerraum beherrschten. Erst mit der Eroberung Südamerikas durch die Spanier wurde deren Handelsstellung gebrochen, da es auch dort reichhaltige Smaragdvorkommen gab. Der Smaragd gehört zu den wertvollsten Edelsteinen und besitzt schon seit jeher einen sehr hohen Stellenwert in vielen Kulturen, Mythen und Königshäusern. Die alten Ägypter erkannten schon früh die Heilkräfte des Smaragds. Besonders aber seine Wirkung für die Augen. Sogar Plinius der Ältere schrieb über ihn: „Wenn die Augen geschwächt sind, so werden sie durch das Betrachten des Smaragds wieder gestärkt. Des Steines sanftes Grün vertreibt die Mattigkeit“. Nero solle ebenfalls einen Smaragd zur Stärkung seiner Augen als Monokel getragen haben. Von Kleopatra heißt es, sie solle ihre Schönheit und Jugend durch das Tragen von Smaragden unterstützt haben. Der Smaragd wurde bereits schon in der Bibel erwähnt und galt in der Offenbahrung des Johannes als vierter der zwölf Grundsteine der Jerusalemer Stadtmauer.

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