Georgian Era

Georgian Paste Ohrringe aus Gold und Silber, England um 1790

Die Jahre von 1714 bis 1830 gingen als Georgian Era (benannt nach den Königen Georg I. - IV.) in die englische Geschichte ein. In dieser Zeit löste England Frankreich als dominierende Macht Europas ab und baute sein weltumspannendes Kolonialreich auf. Doch so lange all diese Fakten auch bereits her sind: Im Bereich des Schmucks gibt es ein bis heute faszinierende Erbe dieser Zeit, das wir Ihnen hier vorstellen möchten. Es handelt sich um „Georgian Paste“, handgeschliffene Glaspasten, welche im 18. und frühen 19. Jahrhundert häufig für Schmuckstücke verwendet wurden. Als Ersatz für Diamanten galten sie keineswegs als minderwertig: Vielmehr liebte man das Strahlen der Steine, die oft farbig foliiert in die Schmuckstücke gesetzt wurden. Dazu legte man eine bemalte Silberfolie hinter die geschliffenen Glaspasten, um ihr Strahlen so noch zu steigern und kostbare Edelsteine zu imitieren. Hintergrund dieser Innovation war, dass das Tragen von Diamant- und Edelsteinschmuck im 18. Jahrhundert eine noch viel viel teurere Angelegenheit war als heutzutage. Dies liegt das an der heute größeren Verfügbarkeit von Rohsteinen. Denn im Laufe der Geschichte konnten immer neue Fundstellen für Diamanten und kostbaren Edelsteinen entdeckt werden, was bereits um 19. Jahrhundert zu einer Entspannung des Marktes führte – besonders, als 1869 die ersten Diamanten in Südafrika gefunden worden. Bevor aber Edelsteine in ausreichender Zahl vorhanden waren um in Schmuckkreationen einzufließen, waren Ersatzstoffe, sogenannte Surrogate, selbst an den europäischen Fürstenhöfen das Mittel der Wahl, um Schmuckstücke zum Funkeln zu bringen. Das hier vorliegende Paar Ohrringe der Jahre um 1790 fasst zwei funkelnde, handgeschliffene Glaspasten in einer geschlossenen Fassung aus Silber mit einem einfachen Bügel aus Gold. Die Steine sind zeittypisch in geschlossene und rückseitig gewölbte Fassungen gesetzt und mit einer goldenen Folie foliiert, wodurch sie besonders schön leuchten und das einfallende Licht wunderbar zurückgeworfen wird. Das Paar kam aus einem wunderbaren Schmucknachlass aus der Nähe von Paris zu uns, bei dem wir das Glück hatten einige spannende Stücke übernehmen zu können. Die Verarbeitung von Glaspasten als Ersatz für große Edelsteine hat in Europa eine lange Tradition – selbst die englische Königskrone war zeitweise mit Glassteinen ausgestattet. Das Victoria & Albert Museum in London hält sehr schöne Beispiele für Glaspasten des 18. Jahrhundert verwahrt und Sie finden in der Literatur typische Beispiele, vgl. z.B. Ginny Redington: Georgian Jewellery 1714–1830, London 2007.

„Georgian Paste“ sind handgeschliffene Glaspasten, welche im 18. Jahrhundert häufig für Schmuckstücke verwendet wurden. Als Ersatz für Diamanten und andere Schmucksteine galten sie keineswegs als minderwertig: Vielmehr liebte man ihr helles Strahlen, für das die Pasten zudem oft foliiert in die Schmuckstücke gesetzt wurden. Dazu legte man eine Silberfolie hinter die Pasten, um ihr Strahlen so noch zu steigern. Doch auch für geschnittene Gemmen wurden Glaspasten oft verwendet, da Farbsteine noch weitaus schwieriger zu erhalten waren als heute mit unseren globalisierten Märkten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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