Die helle Freude

Glitzernder Art Déco Diamant-Ring in Weißgold, um 1940

Weißjuwelen, also Schmuckstücke in weißer Farbigkeit, feiern das Licht. Die Neuerung der elektrischen Glühlampe ließ am Ende des 19. Jahrhunderts die Nacht zum Tage werden. Folglich konnte nun auch der Schmuck am Abend strahlen wie noch nie zuvor. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Als dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst Platin und schließlich auch Weißgold ihren Einzug in die Schaufenster der Juweliere hielten, war dieser weiße Glanz vollkommen, und die Nacht zum Tage gemacht. Der hier vorliegende Ring des Art Déco ist ein Schmuckstück, das in seiner weißen Farbigkeit dieser Mode voll und ganz entspricht. Der Ring ist geometrisch und elegant, ganz wie man es von einem Entwurf des Art Déco erwartet. Die schmale, schlichte Ringschiene trägt einen quergelagerten Ringkopf. Treppenförmig ansteigend markiert ein Halbkaräter im Übergangsschliff dessen Mitte. Vier weitere kleine Diamanten begleiten den großen Solitär, dessen Gewicht etwa ein halbes Karat beträgt. Der Ring ist aus Weißgold ausgeführt, einer Goldlegierung, die erst in den Jahren kurz vor dem ersten Weltkrieg entwickelt worden war. Da diesem frühen Weißgold, hier in hochkarätiger Legierung verwendet, jedoch noch stets ein gewisser warmer Ton inne ist, hat der ausführende Goldschmied die Diamantfassungen zusätzlich mit einer dünnen Platte aus Platin belegt. So konnte er die kühle Eleganz des Ringes noch steigern und es ist ein bis heute bezaubernder Ring entstanden, der zudem erstklassig erhalten ist.

Deutschland erlebte in der Mitte der 1920er Jahre einen stürmischen Wirtschaftsaufschwung. Die großen Krisen, der verlorene Weltrkieg, der Verlust der überseeischen Kolonien und die Inflation der Nachkriegszeit waren nun vorbei. Massive Investitionen aus den USA stabilisierten die Weimarer Republik für kurze Jahre und beschwerten dem Land einen Boom, der maßgeblich zu der Charakterisierung der Dekade als „Goldene Zwanzigerjahre“ beitrug. Die Auslagen der Geschäfte glänzten wieder in neuem Luxus, und nicht zuletzt auch Schmuckstücke und Juwelen dienten dazu, diese wilde Lebensfreude auch nach außen hin sichtbar zu zeigen. Der Stil des Schmucks dieser Jahre entwickelte sich weg von den historisierenden Formen, wie sie das 19. Jahrhundert prägte und ging oftmals eingenwilige, neue Wege, die Strömungen der zeitgenössischen Kunst aufnahmen. Bisweilen wurden jedoch auch historische Formen dem Zeitgeschmack entsprechend neu interpretiert. So kam es zu einer kurzen, aber intensiven Epoche, wie die einfallsreicher und phantasievoller kaum zuvor denkbar war: Handwerklich erstklassige Ausführung, aufregende neue Formen und das überbordende Funkeln der qualitätvollen Edelsteine machten diese Stücke aus.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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