Turtelnde Täubchen

Gold-Cannetille Brosche mit Muschelkamee, 1820er Jahre

Schmuckstücke mit sog. „Cannetille“ waren besonders in der Dekade von 1815 bis 1830 populär. Cannetille ist eine Goldschmiedetechnik, die dem Filigran verwandt ist und verwendet fein gewickelte Golddrähte. Die verwendeten Formen sind hauptsächlich Ranken, Spiralen und bienenkorbartige Elemente, die mitunter wie zarte Spitze wirken. Häufig werden auch feine Granulate genutzt. Die vorliegende Muschelkamee-Brosche ist ein wunderbares Beispiel für einen Schmuck mit einer Rahmung aus Cannetille. Enttanden in den 1820er Jahren, führt sie die typischen Elemente dieser Technik mustergültig vor und kombiniert sie mit Blattornamenten aus getriebenem Goldblech, welche dann ab den 1830er Jahren die Mode bestimmten. Die filigrane Goldfassung rahmt ein Relief, das aus einer Muschelschale geschnitten wurde. Wir sehen hier einen reich gefüllten Blütenkorb und zwei Turteltauben: Seit der Antike bereits sind diese einander zugeneigten Tauben wegen ihres zärtlichen Verhaltens ein Glücks- und Liebessymbol. In diesem Kontext wird es sich bei der Brosche ursprünglich auch um ein romantisches Liebesgeschenk gehandelt haben.

Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen kunstgewerblichen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. Doch hat sich die Kunst des Gemmenschneidens bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider in Italien. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich daran zu erfreuen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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