Stärkung für Hermes

Goldgefasster Anhänger mit Muschelgemme des Hermes und der Hebe, um 1870

Hermes war in der griechischen Mythologie der Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten, andererseits auch der Gott der Diebe, der Kunsthändler, der Redekunst, der Gymnastik und der Magie. Ein universeller Schutzgott also - und viele hundert Mal wurde er in der Geschichte der Kunst dargestellt: Das wohl berühmteste Bildnis schuf Giambologna um 1580 in Florenz: Es zeigt Hermes einer freistehenden Statue in dem Moment, in dem er die Sphäre der Götter verlässt, um mit seinen geflügelten Schuhen den Menschen die Beschlüsse der Götterwelt mitzuteilen. Der hier vorliegende Cameo ist aus Muschelschale geschnitten und zeigt den Gott als Teil einer kleinen Szenerie. Hermes steht links im Bild, zu erkennen an seinem geflügelten Helm und seinem Caduceus, dem Hermesstab in antikischer Gewandung. Er hält in seiner linken Hand eine Schale, die von einer herannahenden Göttin befüllt wird. Bei dieser zweiten, weiblichen Gottheit handelt es sich um Hebe, die Mundschenkin der Götter im Olymp, der es zukam die Gottheiten mit Nektar und Ambrosia zu versorgen. Die Szene findet auf einer Wolkenbank statt und ein kleiner geflügelter Putto begleitet die Götter. Gehalten wird der feine Cameo von einer erneuerten Fassung aus Rotgold, die in unserer Werkstatt der Gemme des späten 19. Jahrhunderts hinzugefügt wurde. Elegant, hochwertig und voller Verweise auf die klassische Antike, liegt mit dieser hervorragend erhaltenen Kamee ein tragbares Schmuckstück in erstklassigem Schnitt vor!

Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen kunstgewerblichen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. Doch hat sich die Kunst des Gemmenschneidens bis heute in Italien, bessonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider in Italien. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich daran zu erfreuen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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