Künder des Tages

x Goldring mit einer antiken römischer Gemme: Ein Hahn in Carneol, 1. / 2. Jhdt. n. Chr.

Mit seinem Krähen kündigt der Hahn den Tag an und verscheucht die Dämonen der Nacht. In der christlichen Tradition kennen wir ihn als Warner vor teuflischem Tun: Bei der Verleugnung von Petrus krähte ein Hahn drei Mal und erinnerte diesen damit an sein Versagen. Schon dem frühen Christentum war der Hahn ebenso als Auferstehungssymbol und als Symbol für die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag bekannt. Und der häufig auf Kirchturmspitzen angebrachte, wegen seiner hohen Position als erster von den Sonnenstrahlen berührte Wetterhahn symbolisiert noch heute den Sieg des Lichtes Christi über die Macht der Finsternis. Den Kulturen der Antike, noch unberührt vom späteren christlichen Glauben, war der Hahn ebenso heilig. So galt er schon bei den Syrern und Ägyptern als das Sonnensymbol und entsprechend auch als Symbol des Feuergottes. Bei den Griechen war er ebenfalls dem Sonnengott, Apollon, zugeordnet, zudem der Pallas Athene als Symbol der Wachsamkeit, dem Ares als Symbol für Kampflust und Kampfbereitschaft, ferner dem Hermes, dem Äskulap, der Demeter und der Persephone. Unser Ring, der eine antike Gemme des 1. oder 2. Jahrhunderts n. Chr. mit der Darstellung eines Hahnes trägt, ist also reich an Verweisen und Möglichkeiten zu Deutung. Der ovale Carneol präsentiert das Federvieh dabei in gestreckter Pose, so, als sammle er sich um gleich den Anbruch des Tages zu verkünden. Elegant hat der antike Steinschneider dabei das Tier in die ovale Form der Gemme eingepasst. Die Fassung, welche die Gemme hält, ist und ganz auf die Präsentation des Steins ausgerichtet. Allein eine doppelte Linie rahmt die Gemme und fasst sie so sicher. Der antike römische Carneol kam mit seiner Fassung ursprünglich als Teil eines Armbandes der Jahre um 1800 aus einer Kölner Sammlung zu uns. Die schlichte Ringschiene aus hochkarätigem Gold mit den beiden Bögen rechts und links der Steinfassung ist in unserer Werkstatt nach Vorbildern derselben Zeit entstanden. So kann die Gemme nun wieder sicher und mit Freude als Ring getragen werden. Die Darstellung und Detaillierung, die Form der Wiedergabe und der Vergleich mit anderen überlieferten Intaglien lassen uns dieses Stück in das 1. bis 2. Jahrhundert nach Christus datieren, in die römische Kaiserzeit also. Kameen in Karneol entstanden zu dieser Zeit u.a. in Aquileia in besonders großer Zahl, möglicherweise stammt unser Fabelstein auch von hier. Vgl. bes. Erika Zwierlein-Diehl: Antike Gemmen und ihr Nachleben, Berlin/New York 2007, u.a. S. 136, S. 143, S. 144 u.a.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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