Hohe Goldschmiedekunst

Granulierter Gold-Anhänger mit Perle, Deutschland um 1955


980,00 € *
Inhalt 1 Stück
Grundpreis 980,00 € / Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Beschreibung
Die hier vorliegenden Anhänger, der Jahre um 1955 zeigt eine Goldschmiedetechnik, die heute nur noch sehr selten zur Anwendung kommt. Die Rede ist von der Granulation: Bei dieser im Ursprung etruskischen Goldschmiedetechnik werden kleinste Gold- oder Silberkügelchen auf ein Edelmetall so aufgelötet, dass sie nur an ihren jeweiligen winzigen Berührungspunkten miteinander verbunden sind. Licht und Schatten auf den so granulierten Flächen erzeugen eine plastische Wirkung, welche den Reiz von Granulationsarbeiten ausmacht. Die Schwierigkeit bei dieser Technik ist, den genauen Schmelzpunkt abzupassen: Denn werden die Granulationskugeln nur ein winziges bisschen zu heiß, zerläuft die ganze Arbeit in Wohlgefallen. Die ursprünglich antike Technik wurde im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Goldschmiede wie die Castellani in Rom schufen Stücke mit bewundernswert granulierten Details. Michael Wilm in München war dann um 1920 einer der ersten deutschen Goldschmiede, der diese Technik anwendete und dessen Werke den Vergleich mit den antiken Vorbildern standhielten. Sie wurden schnell zu einer großen Mode, die bis in die 1950er Jahre anhielt. Elisabeth Treskow ist eine weitere bekannte Künstlerin, die mit der Granulation arbeitete. Die Privatsammlung Treskows ist heute im Museum für angewandte Kunst in Köln zu bewundern und auch die staatliche Antikensammlung in München stellt eine Vielzahl von Schmuckstücken mit Granulationen aus. Die hier vorliegende, runde Arbeit aus Gelbgold präsentiert zentral eine schöne Zuchtperle, die eine granulierte Kuppel krönt. Diese Kuppel wiederum sitzt einem Rund mit geböschter Wandung auf, von der goldene Streben nach oben leiten und eine ebenfalls fein granulierte Öse mit einem Schaustück halten, die mit einem bewunderungswürdigen Streifen- und Rautenmuster aus Granulationskügelchen geschmückt sind. Der Entwurf des Anhängers zitiert dabei den antiken Schmucktypus der Bulla. Dieser Anhänger wurde von den Kindern aus vornehmen Elternhäusern getragen, die das Amulett gleich nach der Geburt zum Schutz gegen böse Geister um den Hals gelegt bekamen – offenbar ein Vorläufer des Medaillons, wie wir es heute noch kennen! Durch die Plastizität der Granulationen und der optischen Dynamik des gesamten Stückes entsteht auf den Oberflächen des Anhängers ein interessantes Spiegel-, Licht- und Schattenspiel, das die Op-Art der 1960er Jahre vorwegzunehmen scheint.
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Größe & Details
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Unser Versprechen

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