Handwerkliche Finesse

Granulierter Goldring mit sieben Brillanten, Deutschland 1950er Jahre

Der hier vorliegende Ring zeigt eine uralte Goldschmiedetechnik von besonderer handwerklicher Finesse, die heute nur noch sehr selten zur Anwendung kommt. Da sie so unendlich schwer zu meistern ist, wagen sich die meisten Goldschmiede unserer Zeit nicht daran, Schmuckstücke wie dieses herzustellen. Die Rede ist von der Granulation. Bei dieser im Ursprung etruskischen Goldschmiedetechnik werden kleinste Gold- oder Silberkügelchen auf ein Edelmetall aufgelötet und nur an ihren jeweiligen winzigen Berührungspunkten miteinander verbunden. Licht und Schatten auf den so granulierten Flächen erzeugen eine plastische Wirkung, und genau das macht den Reiz von Granulationsarbeiten aus. Die Schwierigkeit bei dieser Technik ist die genaue Abpassung des Schmelzpunktes, denn werden die Granulationskugeln nur ein bisschen zu heiß, zerläuft die Arbeit sofort in Wohlgefallen. Johann Michael Wilm in München war seit den frühen 1920er Jahren einer der ersten Goldschmiede, der Granulationen im 20. Jahrhundert fertigte, die den Vergleich mit den antiken Vorbildern standhielten; auch Elisabeth Treskow begann dann in denselben Jahren in Essen mit der Fertigung von Granulationen auf hohem gestalterischen Niveau. Die Privatsammlung Treskows ist heute im Museum für angewandte Kunst in Köln zu bewundern und auch die staatliche Antikensammlung in München stellt eine Vielzahl von Schmuckstücken mit Granulationen aus. Der vorliegende Ring aus Gelbgold mit einer Einlage aus Platin präsentiert zentral sieben weiße Diamanten im Brillantschliff mit schönem Feuer und insgesamt etwa 0,75 ct Gewicht. Eingebettet sind die sieben Edelsteine in einen kuppenförmigen Ringkopf, dessen Oberfläche mit einer feinen Granulation aus palmettenartigen Blättern verziert ist. Durch die feine Plastizität der Granulationen entsteht auf den Oberfläche des Ringkopfes ein schönes Licht- und Schattenspiel, das in seiner Formgebung an die Arbeiten Johann Michael Wilms erinnert. Der Ring fand hier in Berlin zu uns und ist ein schönes Zeugnis dieser heute beinahe vergessenen Handwerkskunst.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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