Geradlinig

Graphisches Rivière-Armband mit 3,46 ct Diamanten in Gold & Platin, um 1920

Das vorliegende Schmuckstück entspricht dem Typus der sog. Rivière, wie sie als Armband und Collier tragbar ist. Der Begriff leitet sich vom französischen Wort für Fluss ab und beschreibt den dahinfliessenden Eindruck der dicht an dicht gereihten Edelsteine, die wie ein gleißender Fluss aus Licht um das Handgelenk gleiten. Hier wurde das Rivière-Armband zeittypisch im strengen, geometrischen Stil des Art Déco interpretiert. Quadratische Fassungen legen sich um die insgesamt 44 Altschliff-Diamanten feiner Qualität von zusammen etwa 3,46 ct und reihen die Steine dicht an dicht. Einige der Diamanten scheinen dabei schon im 19. Jahrhundert geschliffen worden zu sein, denn sie weisen eine charakteristische Kissenform auf. Oft trug man damals ältere Schmuckstücke zum Juwelier, um die Steine ausfassen und zu einem zeitgemäßen Schmuckstück umarbeiten zu lassen. Um den fließenden Eindruck zu unterstützen wurde die Schauseite des Schmuckstücks zusätzlich mit Platin belegt, sodass kein farblicher Unterschied zwischen dem Edelmetall und den Diamanten besteht. Dabei ist jedes Glied beweglich gearbeitet, sodass sich das Armband in höchstmöglicher Präzision ans Handgelenk schmiegen kann. Dass sich der hohe handwerkliche Anspruch hier auch bis ins Detail erstreckt, beweisen ebenso die gravierten Seiten des Armbands, die getragen kaum sichtbar und doch mit großer Detailliebe gestaltet sind. Diese Art von Rivière-Armband, wie man es im Art Déco besonders gern trug, ist ganz typisch für die 1920er Jahre und wird im englischen Sprachraum auch als „line bracelet“ bezeichnet, als Linien-Armband. In seiner sprichwörtlich geradlinigen Ausrichtung war es ideal mit den anderen geometrisch inspirierten Juwelen seiner Zeit zu kombinieren – und ist auch heute noch ein idealer Begleiter zu allerlei Schmuckstücken, erwies sich seine Gestaltung doch nicht nur als modern, sondern als zeitlos. Zur Datierung vgl. weitere „line bracelets“ in David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, London 2010, S. 338 f., dort in Kombination mit Farbsteinen.

Sog. „Rivièren“ sind echte Klassiker unter den Edelsteinschmuckstücken und sowohl als Collier als auch als Armbänder zu tragen. Ihr Name leitet sich vom französischen Wort für Fluss ab, an welchen die fließenden Linien dieser Schöpfungen erinnern. Die Kunst ein Rivière-Schmuckstück zu schaffen ist zweierlei. Einmal ist die Auswahl von zueinander passenden Steinen wichtig. Zum Anderen macht die Art der Montierung die Qualität des Schmuckstücks aus. Sie muss die Steine seidig weich fließen lassen und soll zugleich nicht zu viel Metall sichtbar werden. Besonders seit dem 19. Jahrhundert war diese Schmuckform beliebt und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Eine besonders schöne Riviere ist das vorliegende antike Armband, das mit seinem prachtvoll funkelnden Besatz begeistert: Gleich 52 kostbare Diamanten von strahlend weißer Farbe und einem Gesamtgewicht von etwa 2,60 ct sind in Platin gefasst und wurden in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem eleganten Entwurf zusammengebracht. Jedes der Elemente ist beweglich mit dem nächsten verbunden, so dass das Armband wunderbar weich und leicht am Handgelenk zu tragen ist. Der wertvolle Edelsteinbesatz mit einem strahlt in seinen hellen Fassungen ein kühles Feuerwerk blitzender Lichtreflexe aus. Die im sog. Altschliff, dem frühen Brillantschliff geformten. Der Unterbau des Armbands besteht aus hochkarätigem Gelbgold, das seitlich mit feinen Blattgravuren verziert ist. Eine praktische Kastenschließe mit Sicherungsacht komplettiert das Schmuckstück und hält es sicher am Handgelenk. Schlichtes Understatement und zeitlose Eleganz machen das Armband der Zwanzigerjahre heute mehr denn je tragbar.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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