Altschliff, Mon amour

Großartige Diamant-Ohrringe mit 3,16 ct Altschliff-Brillanten in Platin & Gold, um 1920

Der weiße Glanz von vier herrlichen Altschliff-Diamanten nimmt unsere Blicke gefangen. Die großen Steine mit einem Gesamtgewicht von etwa 3,16 Karat zeigen sich in schöner Qualität, ihr Licht und Funkeln entführen uns ins beginnende 20. Jahrhundert, in die Jahre um 1920: Das besonders schöne Paar Diamantohrhänger hat damals schon (so wie ja auch heute noch) die Herzen der Damen höher schlagen lassen und wir haben uns sehr gefreut als die Ohrringe aus dem Württembergischen zu uns kamen. Die Schliffe der Diamanten sind frühe Brillantschliffe, bei denen jede Facette von Hand angelegt ist, um dem Rohkristall das bestmögliche Funkeln zu entlocken. Die Proportionen bei Steinen wie diesen sind immer individuell und die Austrahlung von Altschliff-Diamanten ist immer eigenwillig schön. In diesem Fall haben wir es bei den großen Protagonisten dieses Paares mit Brillanten zu tun, die einen sehr großen Durchmesser bei recht geringer Tiefe haben - was bedeutet, dass die Steine optisch wesentlich größer wirken als ihr Karatgewiicht vermuten lassen würde! Jeweils ein großer Diamant mit 1,25 bzw. 1,30 Karat funkelt in diesem Paar unter einem kleineren Brillanten an einer goldenen Brisur. Die Diamanten sitzen in zeittypischen Zargenfassungen aus feinem Platin. Das Edelmetall trat dass zur Entstehungszeit der Ohringe gerade erst seinen Siegeszug im Juwelenbereich an, denn es war extrem teuer und sehr schwierig zu verarbeiten. Kleine Schattenfugen und ein spiegelnder Platinrahmen um die großen Brillanten herum sind gekonnte Kunstgriffe, um die schönen Edelsteine noch größer erscheinen zu lassen als sie ohnehin schon sind. In wunderbarer Zurückhaltung und einer eindrucksvollen Präsenz zeigt das edle Paar eindrucksvolle Lichtreflexe in reinem Weiß. Praktische Klappbrisuren, aus hochkarätigem Gold machen das Paar einfach anzulegen und geben den Stücken guten Sitz am Ohr. Ein traumhaftes Paar Ohrhänger von hoher Eleganz, feinster Verarbeitung und eindrucksvoller Gestaltung. In Ihrer originalen Box wartet das kostbare Paar, zu dem wir ein detailliertes Diamantgutachten haben erstellen lassen darauf, wieder getragen zu werden.

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurden diese Diamanten dann durch eine neue Form abgelöst, der nach seinem Erfinder als Peruzzi-Schliff benannt ist. Vincenzo Peruzzi war ein Edelsteinschleifer aus Venedig, der die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 erhöhte und so das Feuer der Steine enorm steigerte. Diese frühen Brillanten waren jedoch, was Anzahl und Form der Facetten angeht, nicht standardisiert. Jeder Stein wurde so geschliffen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleiben konnte. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff, und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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