Fleur de Paris

Großartiger Clip von Boucheron mit Diamanten & Lapislazuli, 1940er Jahre

Golden wie die Sonne und dunkelblau wie der nächtliche Himmel, derart geheimnisvoll schimmert die hier vorliegende, große Brosche und entführt ihre Betrachter nach Paris. Das Zentrum der Kunst der Moderne hatte auch in den düsteren Zeiten des Krieges nie aufgehört zu leuchten. Anders als etwa in den Städten Deutschlands entstanden hier auch in den 1940er Jahren großartige Werke der Juwelierskunst, in großen Formen und kraftvollen Entwürfen, welche die Begrenztheit und Enge der eigenen Zeit vergessen machen sollten. Der faszinierende Clip ist ein Kind dieser Mode. Eine große Blüte ist mit einer elegant gebogenen Feder kombiniert. Wie von unsichtbarer Macht bewegt wölben und winden sich die goldenen Blätter der Blüte rund um Staubblätter aus Lapislazuli und Diamanten. Die leicht wirkende Feder, vielfach geschuppt, bildet den Hintergrund und Gegenpart zu der körperhaften Blüte. Die Gravur der doppelten Nadel verrät, dass die Brosche aus den Werkstätten des Juweliershauses Boucheron in Paris stammt. Die Maison hat sich seit ihrer Gründung durch Frédéric Boucheron 1858 einen Namen besonders in der Verarbeitung von Gold gemacht. Großartige Schmuckstücke aus kostbaren Edelsteinen finden sich zwar immer wieder auch unter den Schöpfungen des Juweliers, doch stand vor allem doch das sonnengleiche Edelmetall im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Firma. An der vorliegenden Clip-Brosche lässt sich dies wunderbar beobachten: Es sind die großen Flächen aus Gold, meisterhaft poliert, welche dem Stück seinen Ausdruck und innere Bewegtheit geben. Die Farbigkeit des Lapis ergänzt den Entwurf, doch ist es vor allem das Gold, das den bleibenden Eindruck des Entwurfes prägt. Vielleicht ist die warme, goldene Farbigkeit eine Erinnerung an die großen Boulevards von Paris, deren Palais im warmen Gelb des seit Jahrhunderten so prägend verwendeten Sandsteins leuchten. Das Blau des Lapislazuli mag da den Himmel über der Stadt bedeuten: Und so wird die Brosche zu einer Liebeserklärung an die Kapitale an der Seine, eine wahre Fleur de Paris. Zur Datierung vgl. entsprechende Blumen- und Blütenbroschen der Zeit in David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 381–386

Eine der schönsten und typischsten Schmuckstücke des Art Déco ist der Clip. Extravagante, kostbare, meist mit Diamanten besetzte Exemplare haben Cartier, Boucheron und Van Cleef und Arpels ab den späten 1920er Jahren in Paris hergestellt und schon bald folgten ihnen die Goldschmiede der ganzen Welt. Das besondere an dieser neuen Art der Brosche war, dass sie nicht mehr nur am Revers, sondern überall am Kleid, am Gürtel, an der Tasche und selbst im Haar getragen werden konnte. Oft als Paar, doch gern auch einzeln, ließen sich so überraschende Akzente setzen, welche so bislang nicht möglich waren. Die Form der Clips war zum Zeitpunkt ihrer Einführung zunächst flach, die Oberflächen reich mit Diamanten besetzt. Im Laufe der 1930er Jahre kamen dann immer voluminösere, geometrische Formen in Mode. Auch ersetzte Gelbgold wieder das zuvor favorisierte Weißgold, ganz im Einklang mit der allgemeinen Tendenz des Art Déco. Eine letzte Neuerung vor dem Umbruch des großen Krieges bestand gegen Ende der 1930er Jahre dann darin, die rückseitige Halterung neu zu gestalten. War hier bislang eine einzige große Platte mit Federmechanismus angebracht, so wurden nun zwei miteinander verbundene Nadeln verwendet. Vgl. zur Geschichte des Clips David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 322–325, mit zahlreichen Abbildungen.

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