Aus Übersee zum Eiffelturm

Große Brosche mit Saphiren & 2,96 ct Diamanten, wohl USA, um 1910

Zwei kleine Punzierungen auf der Seite der vorliegenden Brosche lassen uns wissen, dass sie nach Frankreich importiert wurde, genauer gesagt nach Paris. Und mehr noch: Sie kam dorthin in den Jahren nach 1955. Und sie stammt aus einem Land, mit welchem Frankreich zur Zeit der Punzierung kein Handelsabkommen unterhielt. Es gab und gibt nur wenige Länder, deren Schmuckstücke beim Import nach Frankreich auf diese besondere Weise punziert werden, unter ihnen die baltischen Staaten, Russland, aber auch die USA und Kanada. Wahrscheinlich entstand die Brosche Nordamerika, d.h. den USA oder Kanada. Denn sie weist genau jene stilistischen Charakteristika auf, die ganz typisch sind für den dortigen Schmuck der Belle Époque: Durchbrucharbeiten in Gold auf Silber, die im Gegensatz zu europäischen Arbeiten häufig größeren Raum zwischen den einzelnen Durchbrüchen lassen. So entsteht ein besonders luftiger Eindruck, der die 1910er Jahre hindurch aktuell blieb (vgl. z.B. als Vergleich die letzte Abb. aus einem Katalog von Daniel Low & Co., Salem/Massachusets, 1917). Auch der Goldgehalt von 14 Karat ist üblich für Nordamerika. Womöglich handelt es sich sogar bei den blauen Saphiren, um welche herum die Komposition aufgebaut ist, um amerikanische Steine. Denn ab 1895 erfolgte der Abbau von Saphiren in Montana, sodass sie bald zu begehrten Edelsteinen nicht nur im US-amerikanischen Schmuck der Belle Époque avancierten. Ein dunkler Saphir besetzt die Mitte, während die zwei flankierenden Steine eine hellere, pastellfarbene Blautönung aufweisen. Insgesamt 78 Diamanten im Alt- und Rosenschliff von zusammen beinahe drei Karat rahmen die Saphire und steigern ihre Farbwirkung so im Kontrast. Die Brosche ist sehr schön erhalten – und ein perfektes Schmuckstück für alle, die sich nicht entscheiden können, ob Sie lieber von New York oder Paris träumen sollen.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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