Hach... Florenz....!

Große Pietra Dura Brosche in emailliertem Gold, Florenz um 1860

Nach der römischen Göttin der Blumen und des Pflanzenwachstums „Florentia“ benannten die Römer einst die Stadt Florenz an den Ufern des Arno. Wie passend erscheint da die wundervolle Darstellung eines üppig blühenden Blumenbuketts mit Rosen, Lilien und Vergissmeinnicht - ausgeführt in einer Technik, die im Florenz der Renaissance erfunden wurde und dort bis heute ausgeführt wird. Einlegenarbeiten in „Pietra Dura“ (it. „harter Stein”) sind eine Handwerkskunst aus Florenz, bei der Bilder und Ornamente aus passend geschliffenen Elementen verschiedener Edelsteine Intarsienartig zusammengesetzt werden. Anders als im Falle der klassischen Mosaikkunst aus bunten Würfeln oder Stiften, verwendet das Pietra-Dura-Verfahren genau angepasste Formstücke, die nach den entsprechenden Feldern der Vorzeichnung eingeschliffen werden. So entstehen dekorative Schauflächen, ganz aus Schmucksteinen. Die Blüte des Pietra-Dura-Handwerks in Florenz entfiel auf das 16. Jh., als nicht nur die berühmte Medici-Kapelle in San Lorenzo ausgestattet wurde sondern auch zahlreiche Möbelstücke, Schmuckstücke und Altäre mit dieser aufwendigen und kostspieligen Technik verziert wurden. Noch heute findet sich in der Via degli Alfani 78 das „Opificio delle Pietre Dure“, eine Werkstatt, die auf die Herstellung von Kunstwerken in Pietra Dura spezialisiert ist. Ein schönes Beislpiel für eine Einlegearbeit in Pietra Dura ist diese Brosche des mittleren 19. Jahrhunderts. Mit einer aufwändig mit blauem Email geschmückten Fassung aus hochkarätigem Gold, ist das um 1860 entstandene Schmuckstück als Brosche zu tragen. Dank zweier kleiner Goldstempel in Form der Florentiner Lilie können wir sicher sagen, dass die Fassung ebenso wie die Steinarbeit in Florenz entstanden ist. Vor dem schwarzem Grund aus Onyx zeigt das ovale Feld eine feine Zusammenstellung verschiedener Blumen, so sehen wir Lilien, eine Rose und Türkise aus verschiedenen Edelsteinen, wie Koralle und Türkis, während das Blattwerk aus Jade gestaltet ist. Wunderbar sind die Steine der Komposition gerade so gewählt, dass ein naturalistisch, plastischer Eindruck der Pflanzen entsteht - ein kleines Meisterwerk des Illusionismus. Ein kleines, offenbar originales Etikett auf der Rückseite hat sich erhalten und erinnert an den Juwlier der das Schmuckstück einst verkaufte.

Schmuckstücke aus Pietra Dura sind daher seit der Renaissance ein beliebtes Souvenir von jedem Florenzbesuch. Besonders im 19. Jahrhundert, im Zeitalter der Grand Tour, brachten daher die jungen Adligen aus Nordeuropa entsprechende Stücke von ihrer ausgedehnten Italienreise mit in ihre Heimat, um den Daheimgebliebenen die Schönheit und Kunstfertigkeit Italiens nahe zu bringen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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