Türkistraum

Großer Anhänger der Belle Époque mit Perlen in Gold, Großbritannien um 1890

Welch Fest der Farbe! Der hier vorliegende, große Anhänger prunkt und begeistert durch seinen großen Türkis in seiner Mitte. Seine Farbe ist intensiv und erinnert an das Wasser Karibik. Feine dunkle Einschlüsse beleben die Oberfläche des Steins. Eine feine Zarge aus Gelbgold fasst den Türkis und unterstützt die warme Farbigkeit des kostbaren Stücks. Zugleich leitet sie zur aufwändigen Rahmung des Türkises über, die eine zauberhafte Komposition aus Ranken, Blättern und einer großen Schleife, reich besetzt mit Perlen, vor unseren Augen entfaltet. Das Objekt aus hochkarätigem Gold ist im Großbritannien des späten 19. Jahrhunderts entstanden. Zu dieser Zeit war Schmuck in warm glänzendem Gelbgold in Mode, reich besetzt mit unzähligen Perlen. Vor allem Colliers und Anhänger entstanden in dieser Technik, so wie das hier vorliegende, prachtvolle Stück. Anders als in Frankreich etwa und Deutschland, wo ganz ähnliche Formen im sog. „Garland Style“ zu finden sind, war die dort beliebte, kühle Farbigkeit von Silber und Platin in Großbritannien weit weniger nachgefragt: Bis in das Art Déco hinein blieb auf der Insel Gelbgold beliebt. Britischer Schmuck des späten 19. Jahrhunderts ist somit Spiegel seiner Entstehungszeit. Nicht nur bezeugt er bereits über Form und Material eine gewisse Distanz zu den modischen Entwicklungen Resteuropas: Die oft so reiche, heute noch eindrucksvolle und bezaubernde Ausstattung mit Perlen und kostbaren Farbsteinen war zugleich ein Zeugnis der Stellung des Empire: Aus allen Kolonien strömten Perlen und Edelsteine nach Großbritannien – Und der Schmuck der Damen in London zeigte diesen Reichtum und den Stolz darauf.

Die Schönheit exotischer Edelsteine spielt in der Motivik von Schmuckstücken eine außerordentliche Rolle. Besonders Arbeiten mit persischen Türkisen waren im Bürgertum aller Zeiten ausgesprochen beliebt, da das Mineral aufgrund seiner Farbe mit Bedeutung aufgeladen wurde. Sie erinnerte die Bürger des 19. Jahrhunderts an die Blüten eines Vergissmeinnicht, weshalb der Türkis selbst in der Sprache der Juwelen, diese sprechende Bedeutung annahm. Diamanten indes sind seit jeher die Edelsteine, mit denen Unvergänglichkeit assoziiert wird, weshalb dieser schöne Ring vermutlich einmal ein Liebesgeschenk war. Doch auch die Geschichte des Name dieses Steins ist interessant. Als frühe Bezeichnung kann relativ sicher das altgriechische καλάϊνος Kalláïnos (blau und grün schillernd) angenommen werden (aus Plinius, Naturalis historia). Etwa Anfang des 13. Jahrhunderts kam dann die französische Bezeichnung Turkoys auf, die sich ab dem frühen 15. Jahrhundert in die Bezeichnung pierre turquoise wandelte und übersetzt „türkischer Stein“ bedeutet. Diese Wortschöpfung beruht jedoch auf einem Missverständnis, denn Türkis wurde damals lediglich aus dem Gebiet des heutigen Iran in die Türkei importiert und dort gehandelt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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