Kontrastreiche Komposition

Großer, antiker Art Déco Ring aus Platin, Onyx & Diamanten, um 1928

Der hier vorliegende Ring der späten 1920er Jahre präsentiert sich in einem kontrastreichen Entwurf, der sich ganz auf die Freude an der Geometrie verlässt und dadurch typischer für das Art Déco nicht sein könnte. In einer eleganten Monochromie aus Weiß und Schwarz sind glänzender Onyx, Platin und funkelnde Diamanten miteinander kombiniert. Ein besonders großer Diamant im Altschliff mit etwa 2,40 Karat Gewicht funkelt in feinem Weiß (Top Wesselton) und schmückt zentral den ausdrucksstarken Ringkopf, der durch eine gemuldete und seitlich abgefaste Platte aus schwarzem Onyx gebildet wird. Schön hebt sich dabei der Edelstein in einer zarten Platinzarge vor dem kontrastierenden, tiefschwarzen Hintergrund ab und ergänzt das kühle Licht, das uns das Platin des Ringes entgegenwirft. Eine leicht getreppte Fassung mit glitzernden Millegriffes und insgesamt sechzehn weiteren Diamanten im Alt- und Rosenschliff sowie eine schlichte Ringschiene mit gravierter Schulter komplettieren das elegante Schmuckstück. Ein wundervolles Schmuckstück in bester Erhaltung, entstanden in den bewegten Jahren des Art Déco. Der Ring fand aus München zu uns.

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas erfüllt. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Der Name der Epoche, die Belle Époque, zeigt noch heute das Ziel dieser Zeit an: In Schönheit zu glänzen. Doch auch in den folgenden Dekaden blieb die Mode weißen Schmucks aktuell, bis hin zum Art Déco der 1920er Jahre. Allein die Materialien der Fassungen wandelten sich. Das schnell anlaufende Silber wurde zunächst durch Platinauflagen ersetzt und später durch Schmuck ganz aus Platin bzw. dem kurz nach dem Weltkrieg entwickelten Weißgold.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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