Geheimnis des Glaubens

Großer Gold & Bergkristall-Anhänger, um 1820

Dieser große Anhänger ist ein prachtvolles Schmuckstück, dass uns einige Geheimnisse aufgegeben hat. Das große Kreuz besteht aus hochkarätigem Gold, auf das elf polierte Kugeln aus einem pinkfarbigen Mineral aufgezogen sind. Wir haben lange gerätselt, worum es sich hierbei wohl handelt: Das Mineral zeigt eine glitzernde innere Struktur und die Farbe scheint sich entlang der Strukturen zu konzentrieren. Es handelt sich bei diesen Kugeln um Bergkristall, der durch eine Wärmebehandlung „gecrushed“ wurde. Das Mineral zeigt also Spannungsrisse, welche die Stabilität des Steins nicht beeinträchtigen, aber im Licht einen besonderen Effekt erzeugen. Danach wurden die Perlen offenbar eingefärbt, was erklärt, dass sich die Farbe entlang der Risse konzentriert: Hier konnten die Pigmente weit in den Kristall eindringen. Unser Kreuz ist damit ein interessantes, prachtvolles Zeugnis der sich verändernden Welt des frühen 19. Jahrhunderts. Mit der Revolution in Frankreich war der Bruch mit der Mode und dem Geschmack des Rokoko auch in den Deutschen Ländern vollkommen. Der neue Stil des Empire, des Klassizismus, verlangte nach klareren, einfacheren Formen. Doch viele Eigenheiten der alten Zeit lebten noch lange fort, denn einzelne Eigenheiten des Geschmacks sind doch hartnäckiger als manche Mode. Eine besondere Leidenschaft des Rokoko war die Liebe zu bunten Edelsteinen. Um ihr Leuchten zu verstärken, wurden daher selbst Diamanten vor farbige Folien gelegt und verschiedene Techniken entwickelt, um Steine einzufärben. Auch wenn die neuen Zeit nun nach klareren Formen verlangte, blieb diese Freude an der Farbe doch noch lange wach. Unser Anhänger belegt dies. Der Entwurf ist aus einfachen geometrischen Grundformen zusammengestellt und hat nichts mehr vom Überfluss des Rokoko. Die prachtvolle Farbe, die auf ingeniöse Weise dem Bergkristall hinzugefügt wurde, atmet jedoch noch ganz den Geist der früheren Zeit. Vgl. zur Datierung u.a. Brigittte Marquardt: Schmuck. Klassizismus und Biedermeier 1780–1850, München 1983, S. 186–188, Kap. „Kreuzanhänger“

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen