Aus Jane Austens Zeit

Großer Medaillon-Anhänger mit Miniaturporträt und Haarlocke, England um 1780

Ein Fenster in das England des späten 18. Jahrhunderts eröffnet uns das vorliegende Medaillon - und vermittelt einen intimen Einblick in die Gefühlswelt dieser fernen Zeit. Die Jahre von 1714 bis 1830 gingen als Georgian Era (benannt nach den Königen Georg I. - IV.) in die englische Geschichte ein. In dieser Zeit löste England Frankreich als dominierende Macht Europas ab und baute sein weltumspannendes Kolonialreich auf. Zu den besonders beliebten Schmuckstücken jener Jahre gehörten fein gemalte Miniaturportäts, die als Zeichen der Liebe oder Freundschaft verschenkt und getragen wurden. Auch unser sowohl als Brosche wie auch als Anhänger zu tragendes Schmuckstück aus 8-karätigem Rotgold präsentiert auf der Vorderseite ein solches Bildnis. Auf einer Scheibe aus hellem Bein sehen wir das erstaunlich lebensnahe Porträt eines reifen Mannes. Er trägt die zeittypische Kleidung des englischen Landadels aus der Regierungszeit Georg III. mit schwarzem Dreispitz und grau gepuderten Perücke. Diese sogenannte gentry war eine soziale Schicht, die auf ihren Gütern ein beschauliches Landleben führte; eben jenes Leben, dem Jane Austen in ihren bekannten Büchern ein Denkmal gesetzt hat. Auf der Rückseite zeigt das Medaillon schimmerndes, violett-blaues Guilloche-Email. Leicht erhaben befindet sich in seiner Mitte ein verglastes Fach mit blonden Haar. Die feine Locke wird von einem kleinen Band zusammengehalten, das feine Perlen ziert. Wir können nur spekulieren, in welchem Zusammenhang der porträtierte Mann und das Haar stehen. Möglicherweise gehörte es seinem Kind und seine Ehefrau konnte so, mit dem Medaillon, gleich zwei Familienmitglieder bei sich tragen. Vielleicht handelt es sich aber auch um eine Locke, die dem Dargestellten einst als Kind abgeschnitten wurde. Jahre später wäre sie dann als gehüteter Schatz in diesen kostbaren Schrein gefügt worden und erinnerte dort an die glückliche Kindheit des längst ergrauten Mannes. Wir werden es wohl nie erfahren...

Porträt Miniaturen waren die Fotografie ihrer Zeit. Die Darstellungen wurden oft klein genug ausgeführt umin die Handfläche zu passen. Typischerweise wurden die zierlichen Porträts von einem Juwelier in Metall gefasst und als Ring, Medaillon, Anhänger, Armband oder Brosche getragen. Andere waren ein wenig größer und wurden liebevoll auf Schreib- oder Schminktischen aufgestellt oder an die Wand gehängt. Dargestellt wurden besonders häufig geliebte Personen, Familienangehörige und Freunde sowie bisweilen selbst kleine Landschaftsansichten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen