Dem Ingenieur ist nichts zu schwör

Halsnahes antikes „Tubogas“-Collier des Art Déco in Gold, um 1940

In den 1930er Jahren änderten sich in den Metropolen Europas die modischen Vorlieben für Halsschmuck. Während die 1920er Jahre eher lange Ketten mit Anhängern oder Sautoirs geliebt wurden, bevorzugte die Damenwelt ab den 1930ern eher kurze Colliers als Dekor des Halses. Enganliegende Choker und Colliers waren dabei oft schlicht gestaltet und mit dem damals neuentwickeltem Halsreif wurde man der Vorliebe der Zeit für strenge Formen gerecht. Die vorliegende Kette ist als Teil dieser Mode entstanden. Es handelt sich um eine sog. Gasrohrkette, die ihren Namen einer neuen Ingeniersleistung verdankt: Erstmals war es in dieser Zeit möglich, besonders haltbare und stabile Gasleitungen aus Metall zu bauen, die gleichzeitig flexibel und biegsam waren. Diese Erfindung wurde auch in der Juwelierskunst aufgegriffen, und die sogenannte „Gasrohrkette“ war entstanden, welche im englischen Sprachraum auch als „Gastube“ oder „Tubogas“ bekannt ist. Es handelt sich dabei um abgeflachte Halsketten mit leichter Wölbung, die aus einem einzigen, ineinander gelegten Metallprofil konstruiert sind, das sich beweglich und doch mit Halt an den Hals anschmiegt. Genau so zeigt sich das hier vorliegende Collier aus Gold in schöner Erhaltung. Es schimmert in einem warmen Rotgoldton uns ist in den Jahren um 1940 in Großbritannien entstanden. Schlicht, aufregend konstruiert und doch einfach und edel, ist es heute tragbarer denn je!

Die 1920er Jahre haben mit dem Art Déco einen neuen Stil in die Welt des Schmucks gebracht: Geometrische Abstraktionen, edle Materialien und luxuriöse Ausstattung wurden gesucht und von den Goldschmieden in Paris, London und Wien ebenso geliefert wie von ihren Kollegen in Berlin und Übersee. Je länger und weiter der Stil sich verbreitete, desto weiter entwickelten sich auch die Formen. In Paris und den USA entstand so in den Jahren nach 1930 eine besondere Spielart, die in den USA „Retro“-Jewellery genannt wird: Die Formen wurden kräftiger, körperhafter, und der Schmuck noch einmal prächtiger. Die Mode zog nun Schmuckstücke aus Gelb- oder Rotgold jenen aus Platin oder Weißgold vor und Farbsteine lösten Diamanten in ihrer Beliebtheit ab. Die Flächen wurden geometrisch aufgefächert und die Juwelen beinahe wie kubistische Architekturen aufgefasst.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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