Ein Collier mit Geheimnis

Hochwertiges Collier & Anhänger mit Perlenbesatz in Gold, London um 1905

In Gelbgold ausgeführte Schmuckstücke, über und über mit Saatperlen besetzt, erfreuten sich in Großbritannien um 1900 besonderer Beliebtheit. Besonders beliebt waren die sog. „necklets“, zarte Colliers. Dies beweist auch die abgebildete Anzeige der Londoner Firma Mappin & Webb von 1900 (siehe letzte Abb.), die besagt, dass aufgrund der großen Nachfrage an Perlen die Preise für derlei Produkte gestiegen seien. Ein besonderer Clou solcher Colliers war dabei oftmals eine hinter dem Mittelstück versteckte Öse, an welcher sich ein Anhänger einhaken ließ. Da auch goldene Anhänger mit Saatperlenbesatz in denselben Schmuckkatalogen separat bestellbar waren, ließen sich die Colliers gut individualisieren. Auch Broschen verfügten oft über einen rückseitigen Haken für derartige Zwecke. Je nach Anlass und Laune konnte die Trägerin des Colliers es also variieren und es mal schlichter, mal prachtvoller tragen. Das vorliegende Schmuckstück könnte diese Schmuckform nicht schöner illustrieren. Im passgenauen Etui hat es sich hervorragend erhalten. Es besteht aus einem zarten Necklet, dessen Front von plastischen Blüten gebildet wird. Ein dazu passender Anhänger, vermutlich bereits von der ersten Besitzerin zeitgleich bestellt, trägt ebenfalls ein Blumenmotiv in einem lyraförmigen Rahmen. Der Anhänger lässt sich auf dreierlei Weise tragen: Allein lässt er sich in das Collier einhaken. Fügt man zusätzlich noch eine perlenbesetzte Anhänger-Schlaufe ein, lässt er sich allein an einem Band oder einer Goldkette tragen. Zuletzt verfügt er auch noch über eine Broschierung, dank der er als Brosche getragen werden kann. Wird diese Funktion nicht benötigt, lässt sich die Broschierung einfach abschrauben. Das Etui trägt im Innendeckel das goldgedruckte Firmensignet der Londoner Goldsmiths & Silversmiths Company Ltd. So wissen wir, dass der Schmuck in den Jahren zwischen 1901 und 1910 entstand: Denn über dem Firmennamen ist der Royal Warrant vermerkt, der auf den König verweist. Nach Königin Victorias Tod trat Edward VII. 1901 die Thronfolge an. Aber auch stilistisch entspricht das Collier ganz dem Geschmack der „Edwardian Era“: Seine leichten, beschwingten Formen und seine Materialwahl sind so zeittypisch, wie sie nur sein können.

In der eleganten Einkaufsmeile Regent Street im Londoner Westend hatte die britische Goldsmiths & Silversmiths Company Ltd. ihren Sitz. Die Firma war dafür bekannt, stets feinste Waren im Geschmack der Zeit zu offerieren und belieferte sogar den englischen Hof. Aus ihren reich bebilderten Katalogen suchte sich auch die gehobene Bürgerschaft edlen Schmuck aus. 1952 verschmolz die Company mit dem Hofjuwelier Garrard, der unter Anderem eine Krone für Königin Victoria hergestellt hatte und aus dessen Sortiment sich später auch Prinzessin Diana ihren Verlobungsring aussuchen sollte.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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