Ein hundertjähriger Schlaf

Hübsche Brosche aus Gold und Silber mit Saphir & Diamanten, Italien um 1900

„Ornament ist Verbechen", polemisierte der österreichische Architekt und Kunsttheoretiker Adolf Loos Anfang des 20. Jahrhunderts hinsichtlich der prunkvollen Ausgestaltung von Hausfassaden und kunsthandwerklichen Gegenständen des Alltagslebens. Loos` Kampf gegen „Vergeudung edlen Materials, gegen leere Ornamente und unnötigen Aufputz“ war dabei kompromisslos und richtete sich gegen die gestalterische Formfülle des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Doch wie märchenhaft erscheinen uns heute mitunter die Schöpfungen der Goldschmiedekunst des Fin de Siècle, die von der Kälte des Bauhauses und der Ornamentlosigkeit der späteren Epochen noch nichts ahnten. So bewundern wir heute nicht nur den Einfallsreichtum, der in der Formensprache eben jener Ornamente liegt, die das Feindbild der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts darstellten sondern auch die handwerkliche Finesse, mit der sie ausgeführt sind. Ein schönes Beispiel für ein Schmuckstück das mit kunstvollen Ornamenten nicht geizt, ist die vorliegende Brosche aus Italien, die um das Jahr 1900 entstanden ist. Um einen ovalen, facettierten Saphir legt sich ein gestreckter, elipsenförmiger Rahmen aus Gold, dem sich kreuzende Bänder aus Gold eingestellt sind. Diese wiederum liegen einer leicht gewölbten, mit Silber doublierten Platte auf, die fein durchbrochen und graviert ist. Wie durch ein goldenes Gitter schauen wir auf die unzähligen Ranken und auf dichtes Blattwerk, dass es uns an die undurchdringliche Wand aus Rosenranken erinnert, hinter der Dornröschen in einen hundertjährigen Schlaf gefallen ist. Rosen aus Diamant bilden kleine Glanzpunkte auf dem Blattornament und verstärken den märchenhaften Eindruck der Brosche. Vielleicht braucht es einfach den Abstand eines Jahrhunderts um sich dem Ornament wieder zu nähern, so wie der Prinz im Märchen eben diese Zeit vergehen lassen musste um sein Dornröschen wachzuküssen?

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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