Seerosenlandschaft

Jugendstil-Brosche mit Streifenachat, Max Gradl für Theodor Fahrner, 1901-02

Von vielen Pforzheimer Fabrikanten günstiger, industriell verfertigter Schmuckwaren hob sich vor allem Theodor Fahrner in den Jahren um 1900 durch den Grundsatz ab, moderne Schmuckstücke mit künstlerischem Anspruch zu vertreiben. So konnte sich das Ideal des Jugendstil erfüllen, Schmuck mit hohem künstlerischen Wert einer breiten Käuferschicht zugänglich zu machen. Diese Entwicklung wurde insbesondere dadurch in Gang gesetzt, dass Fahrner den bereits profilierten Jugendstil-Gestalter Max Gradl (1873-1934) engagierte, dessen Entwürfe für die Firma Fahrner im Jahre 1900 dann auch durch die Präsentation auf der Pariser Weltausstellung geadelt wurden. Aus genau jener Glanzzeit der Kollaboration zwischen Fahrner und Gradl stammt auch die vorliegende Brosche, die in die Jahre 1901-02 datiert. Vor einem rötlich braun gestreiften Achat zeigt sie ein vertikales Element, das an einen Wasserfall oder Fluss erinnert. Links und rechts der Oberkante sind runde Elemente angebracht, die wie die großen, auf dem Wasser treibenden Blätter der Seerose bzw. Wasserlilie anmuten, die aufgrund ihrer klaren, eleganten Form ein beliebtes Gestaltungselement des Jugendstil war. Mit ihrer organisch anmutenden Ornamentik, die bei aller Abstraktion dennoch das Wasser-Thema des Entwurfs erkennen lässt, ist die Brosche ein mustergültiges Schmuckstück des deutschen Jugendstil. Sich nicht wie viele andere Stücke jener Zeit im Ornament verlierend, sondern durch Inspiration aus der Natur und geschickte Aneignung der Naturformen etwas Eigenes darstellend, erfüllt sie ganz und gar den Anspruch, mit dem Historismus zu brechen und eine gänzlich neue Formensprache Einzug halten zu lassen. Vgl. zur Zuschreibung und Datierung den Ausstellungskatalog Theodor Fahrner – Schmuck zwischen Avantgarde und Tradition, Stuttgart 2005, S. 94 f., Nr. 1.29, dort mit Abbildung einer identischen Brosche.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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