Die schönste Rose der Belle Époque

Prächtiges Diamant-Collier in Gold und Silber, Deutschland, um 1880

„Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...“ - dass Getrude Stein in ihrer Sacred Emily und später noch über die Bedeutung der Wörter, unsere Assoziationen mit ihnen und die stets mitgemeinten Bedeutungen der Dinge gerade am Beispiel der Rose nachdachte, zeigt, wie reich gerade diese Blume mit Bedeutung aufgeladen war und ist. Seit der Romantik wird sie als Zeichen der Liebe und der Zuneigung verschenkt. Im Christentum dann ist sie mit Maria gleichgesetzt, nicht nur in England wird sie als Nationalblume verehrt, und auch im Islam wird sie seit Jahrhunderten für ihre Schönheit bewundert. Ein besonders schönes Beispiel einer weißen Rose liegt hier vor. Die große, flache, ungefüllte Blüte ist reich mit erstklassigen Diamanten im Rosenschliff ausgefasst. Diamantrosen in individuellen Zargenfassungen markieren die Staubblätter und ein besonders großer Diamant mit fast 7,0 mm Durchmesser besetzt die Mitte der Blüte. Feine Blütenblätter, über und über mit Diamanten besetzt, funkeln mit drei kleinen Rosenblättern um die Wette. Ein Blatt ist abgehängt und an zweien ist die Kette angebracht, die das zauberhafte Mittelteil tragbar macht. In der typischen Technik des 19. Jahrhunderts ist die sichtbare Oberfläche rund um alle kostbaren Steine mit Silber belegt: So kann das weiße Leuchten der Diamanten wunderbar zur Geltung kommen, und das Feuer der Steine zudem vor dem abgedunkelten Grund noch besser scheinen. Durch die Rückseite aus Gold aber kann das Stück an der Haut nicht anlaufen. Die wunderbare Blüte ist ein schönes Zeugnis der Vorliebe des späten 19. Jahrhunderts für naturalistische Entwürfe. Die Mode der Belle Époque verlangte geradezu nach Blüten und Blumen in allen Formen und Größen, gebildet nur aus den edelsten Materialien. Die vorliegende Arbeit der Jahre um 1880 ist solch ein Stück, erstklassig erhalten und sofort zu tragen. Zur Datierung des Stücks vgl. u.a. David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, London 2010, S. 173.

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas erfüllt. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab; überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Der Name der Epoche, die Belle Époque, zeigt noch heute das Ziel dieser Zeit an: In Schönheit zu glänzen.

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