Ein Abendhauch

Zartes antikes Diamant-Collier in Gold & Platin, um 1905

In früheren Zeiten folgte der Schmuck der Dame dem Verlauf des Tages. Während am Morgen nur wenige leichte Stücke getragen wurden, konnte sich Vielzahl und Größe der Schmuckstücke über den Tag leicht steigern. Hierbei wählte man gern farbenprächtige Schmuckstücke aus, oft mit großen Farbsteinen – die am Abend dann zu Gunsten von weißem Schmuck mit Diamanten wichen. Das hier vorliegende, zarte und anrührende Collier der Jahre um 1905 ist solch ein weiß glänzendes Stück, das ursprünglich sicher für den Abend gedacht war, heute indes auch am Tage mit Gewinn getragen werden kann. Denn längst sind die großen bunten Kleider früherer Zeiten ja aus der Mode, auf denen sich nur ebenso bunter Schmuck behaupten konnte: Und ein zarter weißer Tropfen wie das hier vorliegende Collier ist nun auch am Tage zu Bluse oder Pullover eine wunderbare Wahl. An einer feinen Kette ist ein Dreiklang aus drei funkelnden kleinen Brillanten fest angefügt. Zwei Diamanten im Verlauf der Kette setzen den Beginn des sich staffelnden Anhängers. Sie leiten zu einem dritten Diamanten über, an den pendelnd dann ein vierter, größerer, alter Brillant im Old Mine Cut angefügt ist, der wohl schon älter als das Collier ist und zur Mitte des 19. Jahrhunderts geschliffen wurde. Dieser ist in seiner runden Fassung in einen glänzenden Kreis gesetzt, welche eine dunkel verschattete Fuge voneinander trennen. So leuchtet der Diamant noch mehr wie ein Stern am Abendhimmel - und das Collier verzaubert noch beim Blick auf seine schönen Details.

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas erfüllt. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Der Name der Epoche, die Belle Époque, zeigt noch heute das Ziel dieser Zeit an: In Schönheit zu glänzen. Doch auch in den folgenden Dekaden blieb die Mode weißen Schmucks aktuell, bis hin zum Art Déco der 1920er Jahre. Allein die Materialien der Fassungen wandelten sich. Das schnell anlaufende Silber wurde zunächst durch Platinauflagen ersetzt und später durch Schmuck ganz aus Platin bzw. dem kurz nach dem Weltkrieg entwickelten Weißgold.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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