Solitär der Jahrhundertwende

Klassischer antiker Goldring mit 0,70 ct Altschliff-Brillant, um 1900


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Beschreibung
Die Form des Brillanten hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Lange war es technisch nicht möglich, den Rohkristall mehr als nur rudimentär zu verändern, da der Diamant ja so außergewöhnlich hart ist. Im 17. und 18. Jahrhundert gelang es dann, dem Kristall mehr und mehr Facetten abzutrotzen und im Laufe des 19. Jahrhunderts näherten sich die Schliffe immer mehr der Form an, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 aber hat Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sogenannte „Feinschliff der Praxis“, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirklich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Brillant ist somit also eine eigentlich erst recht neue Erfindung - und das bedeutet auch, dass bei einem Diamanten, der im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschliffen wurde, einem sog. „Altschliff“, die Proportionen des Steins nicht dem Standard des heutigen Brillanten folgen. Altschliffe wurden in der damaligen Zeit immer individuell geschliffen: Man wollte den optimalen Weg finden zwischen dem besten Glanz einerseits und dem wenigsten Materialverlust beim Schleifen andererseits.  Wir finden, dass gerade diese Individualität die alten Diamanten so besonders interessant macht. Man kann sie weniger gut vergleichen; auch lässt sich der Wert nicht einfach mittels einer Tabelle bestimmen: Denn man muss jeden Stein einzeln ansehen, um wirklich sagen zu können, ob er das Feuer und den Glanz hat, den man von einem Diamanten erwartet. Bei dem Diamanten der den Mittelpunkt des Solitärringes der Jahre um 1900 schmückt, sehen wir die Qualitäten eines schönen Altschliffes auf wunderbare Weise. Während der Ring aus rötlichem Gold geschmiedet wurde, ist der Diamant in Platin gefasst. Individuell geschliffen zeigt er sich weiß mit vielen kleinen Einschlüssen, die seine Echtheit bezeugen. Die Form des Ringes ist schlicht, aber elegant; sie spiegelt das Licht ohne weitere Ornamente oder Kanten und bringt so das Auge stets wieder zurück zum Diamantsolitär. Ein traumhaftes Stück, das ideale Geschenk und klassischer Verlobungsring, der aus dem Westen Deutschlands zu uns fand.
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Der symbolische Akt einen Diamantring zur Verlobung zu verschenken ist erstmals 1477 nachweisbar und geht auf Maria von Burgund zurück, die einen Diamantring als Treueversprechen von ihrem späteren Ehemann Erzherzog Maximilian von Habsburg erhielt. Das Tragen eines Rings als Zeichen der Verbundenheit an der linken Hand war hingegen schon bei den alten Ägyptern Brauch, die daran glaubten, dass die „Liebesvene“ das Herz mit dem linken Ringfinger verband.
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Größe & Details
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Unser Versprechen

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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