Ganz in Weiß

Kostbarer Anhänger mit Naturperle & 3,60 ct Diamanten in Platin, um 1910

Schmuck in ätherischem Weiß, der die großen Diamanten aus den neuen Vorkommen in Südafrika effektvoll inszenierte – das war der Traum der Schmuckgestalter und -liebhaber des späten 19. Jahrhunderts. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Wenige Stücke wurden jedoch trotzdem aus massivem Platin geschmiedet, sodass seine Verwendung stets Ausweis höchsten Luxus auf Seiten der Auftraggeber und höchster Kunstfertigkeit auf Seiten des Schmiedes war. Der vorliegende, ungewöhnlich große Anhänger ist solch ein Stück, für dessen Fertigung keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Eine große, boutonförmige Naturperle mit rosig-grauem Lüster steht im Zentrum des Entwurfes, flankiert von einem dreipässigen Entwurf, dessen Felder je einen großen Altschliff-Diamanten zu je etwa 0,70 ct präsentieren. Rund um die Edelsteine herum entspinnen sich zarteste Stege, so nur durch die große Härte des Platins ermöglicht, das selbst in minutiösesten Ausführungen seine Form beibehält. Schier unzählbare weitere Diamanten schimmern auf der kunstvollen Rahmung. In seiner kostbaren Ausstattung sowie in der festlichen weißen Farbigkeit war der Anhänger einst dazu gedacht, seine Trägerin auf elegante Abendveranstaltungen und Bälle zu begleiten. Das frühe elektrische Licht ließ die Edelsteine, aber auch das kühle Weißmetall dabei hervorragend zur Geltung kommen: Bei jeder Bewegung trifft das Licht effektvoll gleich auf mehrere Diamanten, es entsteht ein wahres Feuerwerk der Lichtreflexe. Heute, rund 110 Jahre später, ist das Juwel bereit, aufs Neue zu schmücken. Der Anhänger entstand in der Zeit der späten Belle Époque um 1910, vgl. etwa David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 281. Er wird an einer zeitgenössischen Platinkette sowie mit einem unabhängigen Gutachten geliefert, welches die Güte der verwendeten Materialien bestätigt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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