Juwel der Regent Street

Kostbares Collier mit 3,15 ct Diamanten in Platin, Stewart Dawson, London um 1920

Es klingt wie ein Märchen: In 1871, mit nur 22 Jahren, gründete der junge David Stewart Dawson in Liverpool ein Geschäft für Schmuck und Uhren. Nachdem diese Juwelen aber bereits 1876 durch Annoncen in Zeitschriften ungeheuren Anklang in Australien fanden, wo nach dem in den 1850er Jahren beginnenden "gold rush" gerade viele Bürger zu einigem Reichtum und Ansehen gekommen waren, emigrierte der junge Kaufmann nach Sydney. In zahlreichen australischen Städten und auch in Neuseeland konnte er weitere Geschäfte eröffnen; und durch seinen dortigen Einfluss, auf die britische Heimat rückwirkend, war es ihm schließlich möglich, einen Laden in der illustren Londoner Regent Street zu betreiben. Auch die einstige Besitzerin dieses Colliers, die es in den Jahren um 1920 in jenem Geschäft erwarb, bewegte sich in Kreisen, welche jene prachtvolle Einkaufsstraße regelmäßig frequentierten. So kostbar ist das Schmuckstück in seiner Ausstattung, dass es damals einen der Glanzpunkte im Schaufenster des Juweliers dargestellt haben muss: Etwa 3,15 ct Diamanten in alten, von Hand angesetzten Schliffen funkeln in einem Bett aus Platin. Die Verwendung jenes Edelmetalls unterstreicht diese Kostbarkeit besonders, denn es war damals weitaus teurer als Gold und wurde bis in die 1930er Jahre nur in seltenen Fällen massiv verwendet. Ganz in Weiß gehalten, entspricht das Schmuckstück vollkommen der Mode seiner Zeit. Stilistisch steht es genau an der Schwelle zwischen den sanft geschwungenen Formen der Belle Époque und der linearen Geometrie des Art Déco. Ein pendelnder Diamant von etwa einem halben Karat im ovalen Mittelstück erinnert noch ein letztes Mal an die beweglichen, sanft fließenden Lavallièren der Jahrhundertwende, bevor die Mode einen Weg zu graphischer Strenge einschlagen sollte. Das reich ausgestattete Collier ist in seiner Größe präsent, und doch nimmt es sich in seiner Formensprache elegant zurück. Es ist wundervoll erhalten und nach beinahe einem Jahrhundert bereit, wieder ausgeführt zu werden.

Weißjuwelen, also Schmuckstücke in weißer Farbigkeit, feiern das Licht. Die Neuerung der elektrischen Glühlampe ließ am Ende des 19. Jahrhunderts die Nacht zum Tage werden. Folglich konnte nun auch der Schmuck am Abend strahlen wie noch nie zuvor. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Als dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst Platin und schließlich auch Weißgold ihren Einzug in die Schaufenster der Juweliere hielten, war dieser weiße Glanz vollkommen, und die Nacht zum Tage gemacht.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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