Großer Auftritt

Kraftvoller Diamant-Ring des späten Art Déco, 1930er Jahre

Im Schmuck wie in der Mode unterliegen Formen und Trends einem steten Wandel. Was gerade noch unmodern war kann schon im nächsten Moment wieder der letzte Schrei sein. Auch in der Entwicklung des Art Déco lässt sich dieses Phänomen erkennen. Dominierte in den 1920er Jahren unbestritten das kühle Platin die Schmuckwelt, erlebte in den 1930er Jahren dann das farbige Gold ein erstaunliches Comeback. Im Zuge der sogenannten Retro Jewellery wurden auch die einstmals zarten Formen deutlich voluminöser und verliehen dem Schmuck eine expressive Präsenz. Der hier vorliegende Ring zeigt diesen Übergang deutlich. Er ist geradezu skulptural entworfen. Ein Einkaräter im alten Brillantschliff ist in die Mitte des Entwurfes gesetzt. Er ist deutlich älter als der Ring, vermutlich wurde er zur Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals in einem Schmuckstück verwendet. Hier nun erlebte er ein zweites Leben als Mittelpunkt einer hohen Blüte. Tatsächlich gehen von ihm vier Blütenblätter aus, welche mit weiteren Diamanten geschmückt sind. Dazwischen scheinen Bögen aus Roségold die Blüte fest mit dem Ring zu verbinden. Der Entwurf ist aus einzelnen Formen additiv entstanden, jedes einzelne Teil ist individuell erfahrbar und doch ergeben sie zusammen ein kraftvolles Ganzes, das unter Spannung steht, geradezu vor innerer Energie zu brodeln scheint. Dass der Ring aus Weißgold und Roségold zugleich gefertigt ist zeigt, dass er geradezu am Umbruchpunkt der Mode von weißem hin zu farbigem Schmuck entstanden ist. In den späteren Jahren sollten die Formen dann noch raumgreifender werden. Die Punzierung legt zudem nahe, dass er in Deutschland entstanden ist.

Die 1920er Jahre haben mit dem Art Déco einen neuen Stil in die Welt des Schmucks gebracht: Geometrische Abstraktionen, edle Materialien und luxuriöse Ausstattung wurden gesucht und von den Goldschmieden in Paris, London und Wien ebenso geliefert wie von ihren Kollegen in Berlin und Übersee. Je länger und weiter der Stil sich dabei verbreitete, desto weiter entwickelten sich auch die Formen. In Frankreich und den USA entstand so in den Jahren nach 1930 eine besondere Form des späten Art Déco, der "Retro"-Jewellery genannt wird: Die Formen wurden kräftiger, körperhafter, die Volumina größer und der Schmuck noch einmal prächtiger, wobei die Farbigkeit der verwendeten Steine und des Metalls eine große Rolle spielte. Die Mode der Zeit zog Schmuckstücke aus Gelb- oder Rotgold jenen aus Platin oder Weißgold vor und Farbsteine lösten Diamanten in ihrer Beliebtheit ab. Die Flächen des Goldes wurden geometrisch aufgefächert und die Juwelen beinahe wie kubistische Architekturen aufgefasst.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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