Aus dem Land der Morgenröte

Kunstvolle Jugendstil-Brosche in Form eines Kranichs, Paris um 1900

Als sich Japan 1868 erstmals dem Westen öffnete, eröffnete sich eine große, zuvor unbekannte Quelle der Inspiration für westliche Künstler: So fremdartig waren die Motive der japanischen Kunst, in einem solchem Kontrast standen die von einer klaren Linie geprägten Entwürfe Japans zu der von Pracht und reicher Ornamentik geprägten Kunst des Historismus’ Westeuropas. Ihre größte Wirkkraft jedoch entfaltete die japanische Kunst im Zeitalter des Jugendstil zwischen 1890 und 1910, sodass zahlreiche Kunstwerke jener Zeit japanische Motive rezipieren. Im japanischen Kulturkreis wird der Kranich als Vogel verehrt, der Glück und ein langes Leben verheißt. Schon seit Jahrhunderten heißt es, wer eintausend Origami-Kraniche (orizuru) falten könne, der dürfe die Götter um die Erfüllung eines Wunsches bitten. So verwundert es nicht, dass der Vogel als Motiv Eingang in so viele Bildwerke fand – insbesondere in die Holzschnitte, die klassischer Bestandteil der japanischen Kunst sind. Anbei zeigen wir einen Holzschnitt von Isoda Koryûsai (1735–1790): Kranich, Welle und aufsteigende Sonne. Die hier vorliegende Brosche zeigt uns einen Kranich in außergewöhnlich feiner, detaillierter Ausführung. Jede einzelne Feder weist eine Struktur auf, selbst die Rückseite des Körpers ist durch und durch strukturiert und plastisch gestaltet – ein Umstand, der Zeugnis ablegt von der außergewöhnlichen Qualität des Schmuckstücks. Im Schnabel trägt der Kranich eine Perle, und darüber glänzt sein rubinrotes Auge, das sich im Licht zu bewegen scheint. Vogelbroschen waren in der Zeit um 1900 besonders beliebt, da die natürliche Eleganz der Tiere sich den Künstlern als Inspiration anbot. Gerade der Kranich ist aber auch ein typisches Motiv des Japonismus. Doch zeigt sich die Brosche nicht als schlichte Kopie. Der flächigen Zweidimensionalität des Holzschnittes stellt der Entwurf eine plastische Körperlichkeit entgegen. Jede Feder, jede Kralle hebt sich plastisch ab und noch die Details der Rückseite sind meisterhaft gestaltet. So verschmelzen europäische Handwerkskunst und japanische Motivik hier zu einem harmonischen Ganzen. Der Kranich stammt aus der Blütezeit des europäischen Japonismus und wurde ausweislich seiner Punzierungen in Paris gefertigt. Noch nach über einem Jahrhundert verströmt er dieselbe Leichtigkeit, welche damals schon die französischen Künstler beim Anblick der fernöstlichen Holzschnitte gespürt haben müssen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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