Moderne aus Prag

Lange antike Uhrenkette aus Gold mit Kettenschieber, Prag um 1905

Uhrketten sind mit dem Siegeszug der Armbanduhr nahezu vollständig in Vergessenheit geraten. Ursprünglich verbanden diese oft phantasievoll gestalteten Ketten die Taschenuhr mit der Kleidung, um die Uhr bei versehentlichem Herausrutschen vor dem Sturz auf den Boden zu bewahren. Beim Herrn steckte die Uhr in der Westentasche und die Kette reichte zu einem Westenknopf. Aufwendige Anhänger, sog. Berlocken, zierten sie, etwa ein Petschaft mit Siegel. Die Dame hatte mehr Möglichkeiten, ihre Uhr zu tragen. Entweder sie hängte sich die Uhr an einer langen Uhrkette um den Hals, sozusagen als Anhänger. Bei einer besonders langen Kette mit Schieber wurde die Uhr dann in den Kleidungssaum, den breiteren Gürtel oder in eine Tasche des Kostüms geschoben. Oder man befestigte die Uhr an einer Brosche am Dekolleté, verbunden durch eine mehr oder weniger lange Kette. Die hier vorliegende, lange Kette ist eine solche, heute seltene Uhrenkette für die Dame. Aus Gelbgold gefertigt, hat sie sich mit ihrem originalen Kettenschieber in Jugendstilformen erhalten. Zwei Saphire und zwei Granate zieren die geometrische Komposition, welche den Einfluss des graphischen Jugendstils aus Wien zu erkennen gibt. Tatsächlich stammt die Kette mit ihrem Schieber aus Prag, wie die Punzierungen des Stückes eindeutig belegen. Die Nähe zum Wiener Stil ist somit kein Zufall, war Prag doch zur Entstehungszeit des Stückes kurz nach 1900 ein Teil der K.u.K.–Monarchie. Die lange Kette endet in einem Karabiner, welcher ursprünglich dazu diente, die Uhr an ihm zu befestigen. Mit dem Schieber wird sodann die Kette mittig vor dem Körper zusammengehalten. Doch auch wenn Sie keine Uhr an der Kette befestigen möchten: Die ausnehmend lange Kette bietet viele Möglichkeiten, sie zu tragen.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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