Ein Drache für Feen und Elfen

Libellenbrosche der Belle Époque mit Opalen, Smaragden, Rubinen & Diamanten, um 1900

Die Libelle ist eines der Tiere, welches die Künstler der Jahre um 1900 inspirierte wie kaum ein anderes. Schon das englische Wort für Libelle, „Dragonfly“, zeigt an, dass die Libelle im keltischen Kulturkreis für einen kleinen fliegenden Drachen gehalten wurde. Die Libelle ist in dieser Vorstellung eine kleine Drachenart, auf denen Feen und Elfen fliegen können - so wurde die Libelle als kleiner Feendrache einer märchenhaften Parallelwelt gesehen. Der germanische Volksglauben hält eine andere Deutung bereit. So sollen sich kürzlich verstorbene Seelen in Libellen verwandeln, um in den Himmel aufzusteigen. Diese Geschichten, das Irisieren der Flügel des großen und geheimnisvollen Tieres und seine schwebenden, ätherischen Flugbewegungen begeisterten die Entwerfer der Belle Époque und regte ihre Phantasie an. Und so fand die Libelle schnell Eingang in das Kunstgewerbe der Zeit: Sie findet sich als Gravuren auf den Gläsern Laliques in Paris ebenso wie in Marketterien den Möbeln Majorelles in Nancy. Auch die großen Juwelenhäuser Europas fertigten in den Jahren um 1900 Ebenbilder des kleinen Luftdrachens aus edlen Materialien, die sich auf den Kleidern der Damen der Jahrhundertwende niederließen. Die vorliegende Libelle ist in den Jahren um 1900 entstanden und zeigt sich als besonders exquisite Goldschmiedearbeit, die mit ihrem kostbaren Besatz die Blicke gefangen nimmt. Im Mittelpunkt der Kreation bilden zwei herrliche australische Vollopale den Körper des Insekts. Feurig rote Rubine besetzen den Schwanz sowie die Flügelspitzen der Libelle. Weiße Diamantrosen verleihen den Flügeln ein zweifarbig schimmerndes Aussehen, als wären es die echten Flügel eines der sagenumwobenen Tiere. Die Augen der eleganten Luftakrobatin erhalten durch zwei grüne Smaragde eine geheimnisvolle Note. Die Brosche ist aus rötlichem Gold gefertigt. Lediglich die Diamantrosen werden von zeittypischen Fassungen aus Silber gehalten. Es handelt sich um prototypisches Stück aus den Jahren der Jahrhundertwende – verspielt, wunderbar dekorativ und aus feinsten Materialien. Ein rückseitiges, Kettchen mit Karabiner sichert die Brosche zusätzlich gegen Verlust. Vergleichen Sie auch die Besprechung ähnlicher Stücke in David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, London 2010, S. 229ff.

Die Jahre um 1890 brachten eine neue Mode in den Bereich des Schmucks: Stets auf der Suche nach neuen Formen und Themen, entdeckten die Goldschmiede und Juweliere besonders in Frankreich und England die große Welt der Insekten für sich. Insektenanhänger und -broschen waren le dernier cri, der letzte Schrei in den Metropolen Europas, und zahllose Schmetterlinge, Bienen und Libellen setzten sich auf die Krägen und Dekolletees der Damen. Reich besetzt mit Edelsteinen und selten einfarbig, meist in bunter Fülle aus Diamanten, Rubinen, Türkisen, Smaragden und Saphiren, blieben diese Broschen bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts beliebt.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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