Schreib mal wieder!

Literarische Brosche aus alten Elementen, um 1900 und früher

Wer freut sich nicht über das unverhoffte Glück, einen Brief von lieber Hand im Postkasten zu finden? Wer verliert sich nicht gern in den Welten eines fesselnden Romans? Und nicht wenige greifen auch selbst gern zur Feder um Ideen, Träume und Gedanken, Verse oder auch nur liebe Grüße aufs Papier zu bringen. Die hier vorliegende Brosche präsentiert in einem funkelnden Rahmen aus Diamanten und Perlen eine Hand mit Schreibfeder. Die golden schimmernde Hand erwächst aus einer fein detaillierten Manschette. Ihre schlanken Finger halten die lange Feder. Gleich wird sie die ersten Worte zu Papier bringen. Schmuck in der Form kleiner Hände, welche Diamanten, Farbsteine oder kleine Blumensträuße z.b. aus geschnitzter Koralle reichen, halten oder auf Dinge hinweisen, finden wir das ganze 19. Jahrhundert über. Erstmals im Biedermeier eine große Mode, begeisterten sich auch die folgenden Generationen immer wieder für solch witzige Stücke. Die hier vorliegende Brosche ist in der Zeit um 1900 herum entstanden. Dies legen die Verarbeitung und Formgebung nahe. Uns erreichte sie jedoch unvollständig, sodass wir sie um die Hand mit Feder ergänzten, die möglicherweise sogar noch älter ist als der Rahmen selbst. So wurden in unserer Werkstatt beide Teile zu einer sog. Mariage zusammengefügt.

Im späten 19. Jahrhundert entstand eine neue, nie zuvor gesehene Art von Schmuckstücken: Sogenannte „Novelty Jewellery“ sorgte durch neue, überraschende und bis dato undenkbare Formen und Materialzusammenstellungen für Furore: So ließen sich mit einem Mal Vögelchen auf Schaukeln nieder und wurden zu Ohrgehängen. Viele Gegenstände des täglichen Lebens fanden ihren Weg an das Revers der Damen und Herren, wie Tennis- und Golfsschläger sowie Briefmarken, doch auch die technische Welt fand in dieser Mode ihren Niederschlag. Maschinen, Automobile en miniature und auch das neuartige Telefon bildeten überraschende Blickpunkte. Sinn und Zweck dieser Stücke war es, in Gesellschaft für Anknüpfungspunkte zum Gespräch zu sorgen. Bei Geburtstagsfeiern konnte eine Brosche mit dem Geburtsjahr der oder des Gefeierten eine sympathische Geste sein, bei gemeinsamen Ausflügen zur Jagd eine Fuchsbrosche dem Rahmen entsprechend die Garderobe ergänzen. Sogar durch Batterien aus den Augen leuchtende Totenschädel wurden angeboten, um bei einer Dinnerparty einen makabren, aber doch heiteren Akzent zu setzen. Dabei handelte es sich bei den Schmuckstücken nicht ausschließlich um Modeschmuck. Viele Stücke waren natürlich für den einmaligen Gebrauch konzipiert und aus preiswerten Materialien hergestellt. Die immer weiter fortgeschrittene Industrialisierung auch im Schmuckbereich erlaubte mit einem mal die massenweise Herstellung von vergoldeten und auch nur goldfarbenen Broschen und Anhängern. Doch auch namhafte Goldschmiede schufen kleine Novelty-Stücke aus kostbaren Metallen, besetzt mit edlen Steinen: Denn die Mode des Kuriosen, Überraschenden und Heiteren lebte in allen Schichten der Gesellschaft: Tatsächlich nahm die königliche Familie in Großbritannien hier sogar eine Vorreiterrolle ein - und setzte mit ihrem Juwelengebrauch den Maßstab, an dem sich ihre Untertanen dann messen lassen wollten. Mehr zu diesem spannenden Thema erfahren Sie bei Charlotte Gere / Judy Rudoe: Jewellery in the Age of Queen Victoria, London 2010, S. 190-247.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.