Liebesgeflüster

Antike Manschettenknöpfe mit Gravuren, Pforzheim um 1930

Das Rokoko und seine höfische Welt der Eleganz und des Luxus strahlten nicht nur zum Ende des 18. Jahrhunderts von Frankreich aus in die Welt. Auch nach dem Ende des Ancien Régime in der französischen Revolution erlebte diese Kunst der Leichtigkeit und des verfeinerten Geschmacks immer wieder neue Moden. In den 1920er Jahren zum Beispiel erlebte die Welt eine wahre Rokokobegeisterung. Während parallel das Art Déco begann, seine Erfolge zu feiern, entstanden in den USA ebenso wie in Europa zudem erneut Raumausstattungen im Stil des Rokoko. Gerade für das Schlafzimmer einer Dame, für Gartenpavillions und elegante Festsäle bot sich diese Formensprache so sehr an, dass sie zahlreich Verwendung fand. Als Traumland der Schönheit und des galanten Amusements blieben die Jahre des späten 18. Jahrhunderts somit lange im kollektiven Gedächtnis. Noch Cole Porter versetzte den Protagonisten seines in den späten 1930er Jahren in New York uraufgeführten Musicals „Du Barry was a Lady“ an den Hof Ludwigs XV: Liebesaffären, kostbarer Schmuck, hohe Perücken und beschwingte Musik kombinierten sich hier zu einem Wirbelwind eleganter Unterhaltung. Die hier vorliegenden Manschettenknöpfe zeigen, dass die Ornamente der Roccaille, der Blumen und Pflanzenformen auch für Herrenschmuck Verwendung fanden. Die Manschettenknöpfe aus leicht rötlichem Gold sind in Pforzheim entstanden, in der Knopffabrik von Rösch & Idstein, damals in der Durlacher Str. 8. Sie sind sehr gut erhalten und haben uns gefallen, da sie zwar zeittypisch ornamentiert sind, dabei aber doch relativ zurückhaltend bleiben und so auch heute noch hervorragend getragen werden können.

Bereits im 16. Jahrhundert entstanden die Vorläufer unserer heutigen Hemden, deren Ärmel mit einem Seidenband zusammengebunden werden konnten. Obwohl seidene Manschettenbänder bist ins 19. Jahrhundert populär blieben, wurden seit der Zeit von Ludwig XIV. Ärmelabschlüsse vermehrt mit boutons de manchette, also Manschettenknöpfen geschlossen, typischerweise Paare farbiger Glasknöpfe, die mit einer kurzen Kette verbunden waren. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurden diese Glasknöpfe durch aufwendig bemalte Stücke oder mit Edelsteinen besetzte Paare abgelöst. Zu dieser Zeit waren Manschettenknöpfe als ausgesprochene Luxusartikel hauptsächlich in adeligen Kreisen verbreitet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Manschettenknöpfe auch im Bürgertum den Höhepunkt ihrer Popularität und in den letzten 10 Jahren erleben Manschettenknöpfe einen merklichen Aufschwung, da viele Modedesigner wieder ein größeres Augenmerk auf Accessoires legen und so glücklicherweise wieder mehr Hemden mit Manschetten genäht werden. In der heutigen Zeit gehören Manschettenknöpfen zu den wenigen Schmuckstücken die Herren schmücken können. Setzen doch auch Sie an ihren Ärmeln ein modisches Statement - soviel stilvoller ist doch ein gediegenes Paar Manschettenknöpfe aus edlem Material als schnöde Hemdsknöpfe aus Kunststoff!

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.