Apollon, Gott der Künste

Medaillon-Brosche mit erstklassiger Lagenstein-Kamee in Gold, um 1860

In ihrem exzeptionellen Schnitt und ihrer lebensnahen Dreidimensionalität ist die hier vorliegende Brosche der Jahre um 1860 ein beeindruckendes Stück. Gehalten von einer breiten Fassung aus samtigem Gold zeigt die Brosche eine Kamee aus Lagenstein in Weiß und rosigem Rot. Acht Diamanten im Rosenschliff halten effektvoll den meisterhaft geschnittenen Intaglio. Anders als bei Muschelkameen, bei denen die weiche Kalkschale dem Schnitzer ein leichtes Arbeiten ermöglicht, gestaltet sich ein Gemmenschnitt in Lagenstein weitaus schwieriger. Das Material ist wesentlich härter und schwieriger zu bearbeiten – und erfordert große Meisterschaft. Um so beeindruckender ist die Qualität des Steinschnitts in unserer Kamee. Das ovale Bildnis zeigt eine Gestalt der klassischen Mythologie: Apollon, den Sohn des Gottervaters Zeus. Apoll war in der antiken Mythologie der Gott der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs. Zahlreiche Abenteuer und Geschehnisse ranken sich um ihn, und die Schicksale vieler weiterer Gottheiten und Personen der antiken Sagen sind mit ihm verwoben. Als Beschützer der Künste stand Apollon den neun Musen vor. Als einem der wichtigsten Götter Griechenlands war ihm die berühmte Orakelstätte in Delphi geweiht. Die berühmteste Darstellung des Gottes ist sicher der sog. Apoll vom Belvedere, eine antike Statue, welch seit ihrer Wiederauffindung in der Renaissance im Vatikan aufbewahrt wird. Doch gibt es noch weitere Darstellungen und unsere Brosche geht auf den sog. Typ des Apollo Kitharoidos zurück, des „Lautenspielenden Apollons“. Ein berühmtes Fresko aus dem Haus des Augustus auf dem Palatin zeigt ihn in dieser Weise. Mit Blumen ihm langen, wallenden Haar, gibt er sich ganz den schönen Künsten hin. Nicht zuletzt dieser Blumenschmuck begeistert an unserer Gemme. Die Höhe der detailreichen Darstellung erzeugt ein reiches Licht- und Schattenspiel und gibt ihr eine erstaunliche Tiefe. Das wunderbar erhaltene Schmuckstück ist in den Jahren um 1860 entstanden und zeigt sich auf der Rückseite verglast. Hier ermöglicht ein kleines Fach, Fotografien, Haar des Geliebten oder ein Andenken zu verwahren. So vor neugierigen Blicken geschützt, bewahrt der Gott der Künste ihr kleines Geheimnis. Vgl. dazu auch David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, London 2010, S. 122 sowie S. 148f.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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