Der Lauf der Zeit

Mikromosaik mit einer Ansicht des Forum Romanum in Silber, nach 1811

Sic transit gloria mundi! – So vergeht der Ruhm der Welt! Was könnte uns mehr an die Größe, den Ruhm und den Fall der großen Mächte und der großen Ideen erinnern als ein Besuch auf dem Forum Romanum im Herzen Roms? Zwischen all den Resten jener großen Zivilisation der Antike ragen einige Säulen besonders empor: Es sind die Reste des Tempels des Vespasian und des Titus, drei rund 15 Meter hohe Säulen unter einem Stück Gebälk, welche seit beinahe 2000 Jahren unbeeindruckt dem Verfall und den Unbilden der Zeiten zu trotzen scheinen. Zu scheinen, wohlgemerkt: Denn tatsächlich können wir die Säulen, wie sie auch das hier vorliegende, feine Mikromosaik und zeigt, erst seit 1811 bewundern. Zuvor waren sie beinahe vollständig von Erde und Trümmern verschüttet. Erst zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurden sie freigelegt, restauriert und wieder sichtbar. Unser Mosaik, das eine elegante, zurückhaltende Silberfassung als Brosche tragbar werden lässt, wird in der Zeit unmittelbar nach der Wiederherstellung der Säulen entstanden sein. Spätere Ansichten des Forums zeigen meist eine größere Ansicht der ganzen Anlagen. Hier indes, mit der Konzentration auf gerade diesen Tempel, meinen wir noch die Freude über die kürzliche Wiedergewinnung dieses Zeugnisses der lang entfernten Vergangenheit spüren zu können. Die Brosche ist sehr gut erhalten.

Der Ursprung der Kunst des Mikromosaiks liegt im Rom. Hier, genauer im Vatikan, bestand seit dem 16. Jahrhundert eine Werkstatt für Mosaike aus Glassteinen. Zunächst um die im Petersdom aufgestellten Altargemälde in dauerhafter Form gegen Kerzenruß, Feuchtigkeit und Dreck zu schützen, welche die vielen Pilger in die Kirche brachten. Später, nachdem diese Aufgabe dann abgeschlossen war, entstanden weiterhin Gemäldekopien sowie Landschaftsdarstellungen in Gemäldegröße. Die Idee, diese letztlich antike Technik auch für Schmuckstücke und zur Dekoration kunstgewerblicher Gegenstände zu nutzen, entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der Grand Tour erreichten zahllose Reisende aus Nordeuropa die Stadt und erzeugten eine große Nachfrage nach Souvenirs. Nicht zuletzt um diesen Markt zu bedienen, entstand eine ganz neue Kunstform: Mikromosaike sind klein und transportabel und eigneten sich daher ganz besonders dazu, mit in die Heimat im Norden genommen zu werden. Da sie außerdem meist die Schönheiten Roms oder Motive aus der Antike zeigen, verwundert ihr Erfolg als Reiseerinnerung kaum. Die „Erfindung“ des Mikromosaiks verbindet sich vor allem mit Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti, welche um das Jahr 1775 herum diese Technik perfektionierten. Sie begründeten eine Tradition, aus der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mosaike mit einem derartigen Detailreichtum und Kunstfertigkeit entstanden, welche nie zuvor und auch nicht mehr danach erreicht wurde. Denn bis heute werden in Rom entsprechende Mosaike hergestellt, wenn auch in deutlich minderer Qualität.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen