Der letzte Julier

Moderner Siegelring mit römischem Intaglio des Nero, 1./2. Jh. n. Chr.

In den Jahren 54 bis 68 unserer Zeitrechnung war Nero Claudius Caesar Kaiser von Rom. Die ersten fünf Jahre seiner Herrschaft gelten als „quinquennium Neronis“, das glückliche Jahrfünft Neros. Es sind jedoch die späteren Jahre, für die Nero in die Geschichte einging. So wurde ihm Verschwendungssucht nachgesagt, er wurde zum Schuldigen erklärt für jenes Feuer, das zum Großen Brand von Rom führte, und nicht zuletzt wurde ihm auch die unverhältnismäßige Verfolgung und Grausamkeit gegen Christen angelastet. Heute werden diese Ereignisse nuancierter diskutiert. Doch galt Nero viele Jahrhunderte als der Tyrann unter den römischen Herrschern schlechthin. Das Bildnis dieses Kaisers, welcher so stark polarisiert, ist hier in eine Gemme aus Karneol geschnitten. Es sind seine charakteristische Haartracht mit nach vorn gekämmten Locken sowie das Fehlen eines Lorbeerkranzes, welche nahelegen, dass es sich hier um Nero handelt. Stilistisch steht die Gemme Arbeiten des ersten und zweiten Jahrhunderts nach Christus nahe, entstand also vermutlich während oder kurz nach der Regierungszeit des berühmt-berüchtigten Kaisers, des letzten der Julier. Wir konnten das Intaglio als Teil einer größeren Sammlung sehr gut erhaltener römischer Gemmen erstehen und haben es von unserem Goldschmied in einen klassischen Siegelring fassen lassen. Sattes, ungewöhnlich hochkarätiges Gold hält die Gemme in einem schlichten, zeitlosen Entwurf, der von Damen wie von Herren zu tragen ist. Gemmen in Carneol entstanden in der römischen Kaiserzeit vor allem in Aquileia in besonders großer Zahl. vgl. hierzu Erika Zwierlein-Diehl: Antike Gemmen und ihr Nachleben, Berlin/New York 2007, u.a. S. 136, S. 143, S. 144 u. a.

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