2,34 Karat Zeitlosigkeit

Moderner Weißgold-Ring mit antikem 2,34 ct Altschliff Diamant, um 1880/2020

Die Form des Brillanten hat sich über viele Jahrhunderte entwickelt. Lange war es technisch nicht möglich, den Rohkristall mehr als nur rudimentär zu verändern, da der Diamant ja so außergewöhnlich hart ist. Im 17. und 18. Jahrhundert gelang es dann, dem Kristall mehr und mehr Facetten abzutrotzen und im Laufe des 19. Jahrhunderts näherten sich die Schliffe immer mehr der Form an, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 aber hat Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sog. Feinschliff der Praxis, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirkich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Krieg. Der Brillant ist somit also eine eigentlich erst recht neue Erfindung - und das bedeutet auch, dass bei einem Diamanten, der im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschliffen wurde, einem sog. „Altschliff“, die Proportionen des Steins nicht dem Standard des heutigen Brillanten folgen. Altschliffe wurden in der damaligen Zeit immer individuell geschliffen: Man wollte den optimalen Weg finden zwischen dem besten Glanz einerseits und dem wenigsten Materialverlust beim Schleifen andererseits. Wir finden, dass gerade diese Individualität die alten Diamanten so besonders interessant macht. Man kann sie weniger gut vergleichen; auch lässt sich der Wert nicht einfach mittels einer Tabelle bestimmen: Denn man muss jeden Stein einzeln ansehen, um wirklich sagen zu können, ob er das Feuer und den Glanz hat, den man von einem Diamanten erwartet. Ein wundervoller antiker Diamant ist hier nun Hauptdarsteller in einem modernen Ring aus Weißgold. Der in den Jahren um 1880 geschliffene Stein mit einem Gewicht von genau 2,34 Karat, ein Altschliff oder „Old Mine Cut“, zeigt sich in einer heute ungewöhnlichen Kissenform. Der Diamant ist getönt Weiß und funkelt daher in einem warmen Licht. Ein Einschluss am Rand der Tafel macht ihn unter allen anderen Diamanten unverwechselbar – trübt aber das Feuer und das Licht des Steines nicht. Die hochwertige Fassung fand in unserer Werkstatt zu dem antiken Diamanten. Vierundvierzig weitere Brillanten besetzten dabei die Ringschultern und die Seitenpartien und fangen das einfallende Licht im Glanz ihrer Facetten tausendfach ein. Besonders schön bringt das hochkarätige Weißgold mit seiner festlichen Farbigkeit das Funkeln des prachtvollen 2,34-Karäters und seiner glitzernden Begleiter zur Geltung.

„Mögen die bevorzugten Schmucksteine auch wechseln und erst nach Jahren wieder ihre Auferstehung als Liebling der Damen feiern - der Brillant hat noch nie seine Stellung verloren, gleichmäßig wie sein untadelig klares Feuer überdauert er alle Strömungen der Mode. Verständlich darum, daß so viele Wünsche heimlich nach Ringen mit Diamanten zielen...“ (Aus einer Juwelen-Broschüre der 1930er Jahre)

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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