Die Schätze der Witwe Bolten

Museale Korallen Brosche aus Neapel, um 1840

Einer der meistgekauften Italien-Reiseführer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, „A Road-Book for Travellers in Italy“ von Captain Jousiffe von 1840 gab den Reisenden jener Jahre neben besonders schönen Routen durch Italien auch Hinweise auf sehenswerte Sammlungen, Museen und Geschäfte, die als einzigartig und unbedingt sehenswert galten. Einen großen Eintrag in diesem Führer erhielt das Geschäft der Witwe Bolten, die in der ersten Etage des vornehmen Palazzo Partanna in Neapel die damals wohl spektakulärste Ausstellung mit Schmuckstücken und Kunstobjekten aus verarbeiteter Koralle besaß. Ihre Verkaufsausstellung gehörte zum „must see“ einer italienischen Reise dieser Jahre, denn sie gewährte Einblicke in die Kunstfertigkeit der italienischen Handwerker und gleichzeitig die Möglichkeit, schöne Souvenirs für die Daheimgebliebenen Verwandten und Freunde zu erwerben. Diese Souvenirs waren besonders wichtig, denn sie kündeten noch viele Jahre später von den der getätigten Bildungsreise über die Alpen, die in aller Regel ein ganzes Vermögen kostete. Eine Brosche aus der Sammlung der Witwe Bolten sehen wir hier vor uns. Es gehört zu den Glücksmomenten des Kunsthistorikers, ein solches Schmuckstück vorstellen zu können, in dem sich die Atmosphäre eines solchen legendären Ortes konzentriert. Aufbewahrt in ihrem originalen Etui aus geprägtem Leder, Samt und Seide sehen wir eine große Brosche aus Mittelmeerkoralle. Im Innern des Deckels zeigt das Etui den originalen Aufkleber; in französischer Sprache lesen wir golden auf blauem Grund: „Coraux / Pierres du Vesuve / BOLTEN / Palais Partanna / p.er Etage / Naples “ Eine besonders große, gedrückte Korallenkugel mit mehr als 18 mm Durchmesser bildet den Mittelpunkt der blütenförmigen Brosche. Sie wird von 9 weiteren Korallenkugeln umgeben. Montiert in Gold zeigen die Korallen ein dunkles Lachsrot mit natürlicher Maserung und eine wunderbare Qualität, die die Schönheit des Materials besonders betont. Perfekt erhalten, liegt ein kulturhistorisch wertvoller Schatz vor, der sowohl effektvoll zu tragen ist als auch eine Bereicherung für jede Sammlung von Souvenirs der Grand Tour darstellt. Ein wahrer Glücksfund! Vgl. Captain Jousiffe: A Road-Book for Travellers in Italy, London 1840, S. 127.

Schmuckstücke aus Koralle entstanden vor Allem im 19. Jahrhundert in Italien besonders für die Reisenden auf einer Grand Tour. Diese sog. Kavalierstour, welche hier die Bildung der Reisenden vervollkommnen sollte, führte zu den antiken Bauwerke, in die Kunstsammlungen Roms und Neapels und die frühen Touristen brachten von ihrer Reise kleine Souvenirs mit über die Alpen, die von den Erlebnissen der italienischen Reise künden sollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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