Die Geburt der Venus

Museale Korallen-Gemme als Brosche, Italien um 1850

Schon immer haben die Schätze des Meeres die Menschen fasziniert. Die bizarre Naturform und die intensive Farbe der Koralle ist bereits seit der Antike Gegenstand des Begehrens und wurde durch alle Zeiten zu wunderbaren Schmuckstücken verarbeitet, die nicht selten stolze Schaustücke in Kunst- und Wunderkammern waren. Die hier vorliegende Korallenkamee in besonders dreidimensionalem, detaillierten Schnitt zeigt Venus, die Göttin der Liebe und den Meeresgott Triton. Plastisch als Ganzfiguren hervortretend dargestellt, bezaubert die besondere Finesse der Darstellung der beiden Körper der Gottheiten. Der Meister, welche die Szene schuf, hat sich am natürlichen Verlauf des Astes der Mittelmeerkoralle orientiert und aus dieser Naturform sein Kunstwerk heraus entstehen lassen. Dargestellt ist die Szene der griechischen Mythologie, nach der Triton die von einer Muschel geborene Liebesgöttin Venus aus dem Meer ans Land bringt. Feine Locken winden sich um den schönen Kopf der Herrscherin der Liebe und Triton hält sie mit deinen Fischbeinen fest umschlungen und drängt nach rechts. Eine Jakobsmuschel, ihr Attribut, hält Venus fest in den Händen und voluminöse Draperien umgeben die mythologischen Figuren. Eine vergleichbare Szene findet sich als Deckenfresco im Palazzo Farnese in Rom und wurde von Agostino Carracci in den Jahren um 1600 gemalt (vgl. Abbildung). Erstklassig und bewunerungswürdig schön ist die hier Figurengruppe aus dem ungewöhnlich großen Korallenast geschnitten. Das Schmuckstück besteht aus einem einzigen Korallenstück, das von einer schlichten Montierung aus Gold gehalten wird. Motivik und Ausführung lassen uns das seltene Stück in das Italien der Jahre um 1850 datieren, wo besonders die Bucht von Neapel in dieser Zeit das führende Zentrum der Korallenverarbeitung war. Das hier vorliegende Schmuckstück ist museumswürdig ausgeführt und erhalten. Ein vergleichbares Stück befindet sich in der Sammlung des Victoria & Albert Museum in London, wobei unser Stück aufwändiger und schöner ist. Vergleichen Sie die Londoner Brosche mit der Inventarnummer: M 34-1961 unter folgendem Link: http://collections.vam.ac.uk/item/O115698/brooch-unknown/

Gemmen mit mythologischen Motiven entstanden vor Allem im 19. Jahrhundert in Italien besonders für die Reisenden auf einer Grand Tour. Diese sog. Kavalierstour, welche hier die Bildung der Reisenden vervollkommnen sollte, führte zu den antiken Bauwerke, in die Kunstsammlungen Roms und Neapels und die frühen Touristen brachten von ihrer Reise kleine Souvenirs mit über die Alpen, die von den Erlebnissen der italienischen Reise künden sollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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