Das Lächeln der Sphinx

Museale Ohrringe mit Amphoren & Sphingen der Ägyptenmode um 1870

Das hier vorliegende Paar musealer Ohrhänger ist gegen 1870 entstanden. Es gibt ein Zeugnis des enormen Interesses dieser Jahre an der klassischen Antike und der Kunst der alten Ägypter. Emblematisch ist die Grundform der Ohrringe als Amphore gestaltet, dem „Container der Antike“, und zeigt sowohl humanistisches Interesse am klassischen Altertum als auch mediterrane Lebensfreude. Geschmückt sind die Oberteile unserer Ohrringe, die auch ohne die großen Anhänger getragen werden können, mit zwei ungewöhnlichen Figurendarstellungen: En face und fein geschnitzt schauen uns zwei geheimnisvolle äpytische Sphingenköpfe entgegen. Als Symbole der Ewigkeit, der Unsterblichkeit und des Rätselhaften waren Sphingen bestens geeignet, die Fremde und zugleich anziehende Kultur Ägyptens auf einen Nenner zu bringen. Neben dem Skarabäus ist die Sphinx daher das mit Abstand beliebteste Motiv der Ägyptenmode um 1870 geworden. Das Land der Pyramiden begeistert und fasziniert bis heute. Beinahe jede Epoche, jedes Jahrhundert entdeckte den Nil und das Reich der Pharaonen für sich neu. In der Antike schon schmückte sich Rom mit Obelisken und Statuen aus Alexandria. Durch Napoleons Feldzug 1798 erreichten erneut Kunstgegenstände in nie gekannter Detailfülle Frankreich und Europa. Neue Forschungen entschlüsselten die Hieroglyphen und erste wissenschaftliche Ausgrabungen begannen, den Gräbern der Pharaonen ihre Geheimnisse zu entlocken. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Ägyptenbegeisterung dann einen neuen Höhepunkt. Grund für das mediale Interesse war der Bau des Suez-Kanals durch eine Ägyptisch-Französische Aktiengesellschaft. Die Ohrringe sind aus hochkarätigem Gold und Schildpatt gefertigt, dem Panzer der Meeresschildkröte. Objekte aus Schildpatt sind seit der Antike gesuchte Sammlerstücke und Exponate in den großen Fürstlichen Sammlungen der Kunst- und Wunderkammern. Auch Schmuckstücke wurden aus Schildpatt hergestellt, sowie sakrale Gegenstände, und ab und an finden wir Schildpatt auch auf Dosen und Objets de Vertu. Die hier vorliegenden, erstklassigen Ohrringe sind somit ein Kind dieser Ägyptenbegeisterung um 1870. Sie sind groß, wunderbar geschnitzt, in hochkarätiges Gold gefasst und einfach umwerfend schön. Wollen Sie sich auch durch das berühmte, geheimnisvolle Lächeln des Sphinx bezaubern lassen? Vielleicht ergeht es Ihnen ja wie uns! Denn als wir die Ohrringe zum ersten Mal sagen, mussten wir spontan an den Ausruf Howard Carters denken, als dieser 1922 die Grabkammer Tutanchamuns öffnete: „Können Sie etwas sehen, Mr. Carter?“ - "Ja, ich sehe wunderbare Dinge...!"

In der Schmuckgestaltung haben manche Motive, Stile und Themen einen solch bleibenden Einfluss, dass sie von Juwelieren und Goldschmieden noch nach Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden wieder aufgenommen werden. In besonderem Maße trifft dies auf die Wiederaufnahme altägyptischer Motive im sogenannten Egyptian Revival zu. Nach Napoleons gescheitertem Feldzug des Jahres 1798 verbreiteten sich die Formen der Kunst des Pharaonenreichs in Europa und darüber hinaus. Eine nächste Wiederaufnahme-Welle wurde vor allem auf den Weltausstellungen von London und Paris in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der letzte bedeutende Einflussschub erfolgte in der Ära des Art Déco, als 1922 die spektakulären Schätze aus dem Grab des Pharao Tutenchamun die staunende Weltöffentlichkeit begeisterten. So finden sich aus jenen Jahren Juwelen jeder Preisklasse, die von der Begeisterung für das alte Ägypten erzählen, angefangen von einfachen Glasketten mit Skaraben und Mumiendarstellungen bis hin zu in Diamant geschnittene Hieroglyphen aus dem Hause Cartier.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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