Farbe der Freundschaft

Nadel des Biedermeier mit Schlange in Gold & Email, 1840er Jahre

Was für ein Fest der Farben! Schmuck der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, jener Jahre, die als „Biedermeier“ bekannt geworden sind, blüht und glüht oftmals in den reichsten Tönen des Regenbogens. Grundlage bildet zumeist ein warm glänzendes Gelbgold, das durch eine zusätzliche Feinvergoldung besonders satt schimmert. Das Gold bildet Rahmen und Ranken in floralen, von der Natur entlehnten Formen, welche mit farbigen Akzenten versehen werden: Kostbare Edelsteine, Perlen und Korallen oder farbige Emaillierungen erschaffen einen reichen Farbeindruck. Die hier vorliegende Nadel zeigt diese Freude am Naturalismus und der Farbigkeit. Wir sehen eine Schlange, eines der Lieblingsmotive der Epoche. Das Tier, das als Verführerin gefürchtet, doch als besonders weise Kreatur auch verehrt wurde, hat sich zu einem dekorativen Rund gebogen. In ihrem Mund trägt sie zwei Kettchen mit angehängten Zierelementen, zwei Quasten oder Troddeln, welche das Schaustück durch ihre Bewegung bereichern. Die Schlange ist in weiß und hellblau emailliert, der Farbe des Türkis und des Vergissmeinnicht. Diese Farbe galt zur Entstehungszeit der Nadel in den 1840er Jahren als sprechende Frage, welche wie das Vergismeinnicht selbst den Träger oder die Trägerin des Schmuckes an die Schenkende oder den Schenkenden erinnern sollte. Türkis war eine wahre Modefarbe dieser Zeit, welche sich ja wie wenig andere Epochen dem Kult der Freundschaft und der Liebe verschrieben hatte. Im Kontext unserer Nadel ist die Schlange daher nicht als Verführerin gemeint, sondern als Symbol der Weisheit und der treuen, emotionalen Bindung, die für alle Zeit, unendlich fortwähren solle, so, wie die Schlange aus ihrem Körper einen Kreis bildet, das Zeichen der Unendlichkeit. Zur Datierung vgl. u.a. die bei Henri Vever: La bijouterie française au XIXe siècle (1800–1900), 3 Bde., Paris 1906-1908, hier Bd. 1: Consulat – Empire – Restauration – Louis-Philippe. 1800–1850, Paris 1906, S. 153 bzw. S. 202ff. abgebildeten Schlangenschmuckstücke.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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