Liebe vor 2000 Jahren

Antike Granat- & Gold-Ohrringe aus der Sammlung de Clercq, 1./2. Jh. n. Chr.

Auf eine Reise in die Vergangenheit laden die hier vorliegenden Ohrringe aus Gold und Granat ein, eine Reise in mehreren Stationen, welche vom Rand des Mittelmeeres über Frankreich und die Schweiz nach Berlin führt. Es ist eine Reise im Zeichen der Liebe zur Schönheit, zum Leben und auch den ganz irdischen Vergnügungen. Der Ohrschmuck fasst je einen gemuggelten Granat in Rahmungen aus Gold, gegliedert durch glatte und gedrehte Golddrähte, und präsentiert die Granate auf einfachen goldenen Reifen. Es ist ein Ohrschmuck des 1. oder 2. Jahrhunderts nach Christus und wohl im östlichen Mittelmeerraum entstanden. Rund 2000 Jahre alt sind die rot glühenden Ohrringe also schon und schmückten ursprünglich eine reiche Bürgerin des römischen Reiches. Vielleicht waren sie ein Liebesgeschenk, vielleicht hatten sie auch eine kultische Bedeutung? Durch einen Zufall immerhin überdauerten sie die folgenden Jahrhunderte. Denn bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ruhten sie wohl verborgen unter der Erde. Als zweite Etappe der Reise der Herzen kommt nun ein Franzose ins Spiel. Louis Constantin Henri De Clercq (*1836, in Oignies, Pas-de-Calais; †1901, ebenda) war Fotograf, Industrieller und Forschungsreisender in einer Person, ein Tausendsassa, den seine Leidenschaft zur Kunst der Antike nach Syrien und das alte Mesopotamien verschlagen hatte. Er nahm an verschiedenen Expeditionen teil, publizierte reich illustrierte Fotobücher über die Gegend und baute mit der Zeit eine der bedeutendsten privaten Antikensammlungen seiner Zeit auf. Dabei erwarb er nur Objekte aus Ausgrabungen im syrisch-phönizischen Raum, neben Stücken aus Mesopotamien und Zypern. De Clerqs Sammlung verblieb im Besitz der Familie. Erst 1968 gelangten 653 Objekte in den Bestand des Louvre. Tausende andere Stücke wurden danach über den Kunsthandel verkauft. Um sich einen Überblick über die Fülle und den Reichtum der Sammlung zu machen, sind die sieben zwischen 1885 und 1911 erschienenen Katalogbände der Sammlung empfohlen. Allein die Sektion zu den Ohrringen im 7. Band zum Thema Schmuck (Paris 1911) umfasst 1071 Nummern, wobei ab der Nr. 1025 mehrere Ohrringe aus Gold mit Granateinlagen in Herzform genannt sind. Hierbei wird es sich u.a. um die hier vorliegenden Ohrringe handeln. Auch die hier vorliegenden Ohrringe stammen aus der Sammlung De Clerqs. Der Vorbesitzer erwarb sie 1972 in der Kunsthandlung Albrecht Neuhaus in Würzburg, also unmittelbar nach der Auflösung der Sammlung. Hierzu hat sich das originale Zertifikat von Neuhaus erhalten: Aus dem Besitz eines der größten Antikenliebhaber seiner Zeit gelangte es hier also in die Hand des nächsten Freundes der Antike. Es muss in jenen Jahren gewesen sein, dass die Ohrringe wieder tragbar gemacht wurden in jener Form, in welcher sie heute vorliegen. Zur Entstehungszeit des Schmucks, also im 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus, wurde der Reif der Ohrringe einfach aufgebogen, durch das Ohrloch geführt und wieder ineinander gesteckt. Als Teil der Sammlung De Clerqs wurden sie so wohl in Sammlungsschränken aufbewahrt. Nach dem Verkauf der Sammlung dann wurden die Ohrschrauben und die diese mit den Reifen verbindenden Elemente ergänzt, um diese für das Ohr doch etwas strapaziöse Prozedur zu vereinfachen. Sie sind nur aufgesteckt und lassen sich, falls gewünscht, spurlos wieder entfernen. Wir haben die Ohrringe in der Schweiz für Sie erwerben können. Sie sind erstklassig erhalten und – ein seltenes Glück – durch die modernen Ergänzungen sogar tragbar! So warten sie nun darauf, ihrer Jahrtausende alte Geschichte der Liebe ein neues Kapitel hinzuzufügen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen